Samstag, 15. Januar 2005
Ein Beispiel wie irrational Kritiker des "Irrationalismus" gerne sind
Die meisten sogenannten Aufklärungsbücher über Esoterik sind austauschbar. Schnell auf den Markt geworfen und schlampig recherchiert, bearbeiten sie im ähnlich lamentierenden Duktus die immer gleichen Aspekte und historischen Zeitlinien des Themas. Der gutgemeinte Ansatz, die "Gesellschaft" vor problematischen politischen Geistesströmungen zu warnen, muss dann als Entschuldigung herhalten, dass man unreflektiert Vorurteile wiederkäut und die ewig gleichen Stereotypen benutzt. Die daraus entstandene Kritik ist ungefähr so wirksam wie die Vielzahl an Kampfschriften, die Ende der 60er bis Mitte der 70er vor den Gefahren des Marxismus warnten. Eine solche Kritik verpufft denn auch bei denjenigen, die sie angeht. Publikationen, die von der politischen Linken stammen, sind dabei nur eine Untergruppe. Allerdings zeichnen sie sich in ihrem unreflektierten Fortschrittspathos und der metaphysisch motivierten antireligiösen Stossrichtung durch eine besondere Schärfe aus. Ein typisches Beispiel für die heute übliche linke Literatur über Esoterik scheint mir ein Büchlein von Claudia Barth zu sein: “Über alles in der Welt ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Rationalitaet
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