Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Sonntag, 30. Januar 2005

Kritik an Nussbaum 1


Mehrere Punkte fallen auf: Nussbaum beantwortet nicht die Frage, warum man menschliches Leben (inklusive seiner Mindestanfordernungen hinsichtlich Bedürfnissen und Fähigkeiten) pflegen soll. Sie beantwortet nicht die Frage, warum man den aristotelischen Standpunkt übernehmen soll, dass eine Regierung, das dafür Notwendige bereitstellen muss. Sie beantwortet nicht die Frage, welchen Stellenwert die aridtotelische Politik hat. Der Begriff "Aristotelischer Sozialdemokratismus" legt eine politische Richtung nahe, die also innerhalb einer politischen Staatsverfassung im Parteienstreit agiert. Ihr Argumentation läuft jedoch eigentlich darauf hinaus, dass die von ihr skizzierte Anforderungen an die Politik Verfassungsrang haben. Sie scheint die Tugendlehre von Aristoteles auf eine erweiterte Grundrechtelehre zurecht zu stutzen.
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Nussbaum: Eine offene und dennoch nicht beliebige Konzeption


Wie erwähnt versteht sich Nussbaums Ansatz einer für den Staat verpflichtenden Fähigkeitenliste, die an Fragestellungen von Aristoteles angelehnt ist, weder als ahistorisch noch als apriorisch. Sie möchte zeigen, dass Aristoteles Reflexionen an diesem Punkt keineswegs als metaphysisch verworfen werden können, wie dies etwa Alaisdair MacIntyre tut, wenn er dem antiken Philosophen eine „metaphysischen Biologie“ attestiert. (1) "Die Konzeption ist weder biologisch noch metaphysisch begründet. (...) Die Untersuchung schenkt der Biologie durchaus Beachtung, aber nur, sofern sie ein Teil der menschlichen Erfahrung ist und diese prägt.(...) Sie fordert uns auf, die Komponenten des menschlichen Lebens zu bewerten und zu fragen welche so wichtig sind, dass wir ein Leben, dem sie fehlen, nicht als ein menschliches bezeichnen würden." Martha C. Nussbaum: "Menschliche Fähigkeiten, weibliche Menschen"; in Martha C. Nussbaum: "Gerechtigkeit oder das gute Leben"; Frankfurt a.M. 1999; S. 189 Die Konzeption versteht sich darüber hinaus kulturübergreifend: Nussbaum grenzt sich scharf von kulturrelativistischen Positionen ab (als ...
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