Sonntag, 23. Oktober 2005
Homers Götter (Bemerkung von Hannah Arendt)
"Auffallend ist, dass die homerischen Götter nur handeln, wenn Menschen im Spiel sind, sei es, dass sie sie von fern regieren oder sich direkt in ihre Angelegenheiten mischen. Auch die Streitigkeiten zwischen den Göttern scheinen hauptsächlich von ihrer Beteiligung an menschlichen Angelegenheiten veranlaßt zu werden, vor allem davon, daß sie in den Konflikten der Sterbliche Partei ergreifen. So entstehen Geschichten, in denen Menschen und Götter zusammenhandeln, aber es sind die Sterblichen, welche die Initiative ergreifen, auch wenn die Entscheidung dann in der Götterversammlung auf dem Olymp fällt." Hannah Arendt: "Vita activa oder Vom tätigen Leben"; S. 420 (Fußnote 1 des Kapitels II)
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Julio Lambing - Zettelkasten: Mythologie
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