Freitag, 23. Dezember 2005
Frauenemanzipation in der römischen Antike 1
Martha Nussbaum schildert in ihrem Aufsatz "Menschliche Fähigkeiten, weibliche Menschen" (1) eine Argumentation des Stoikers Musonius Rufus, der im ersten Jahrhundert n. Chr. in seiner Argumentation „Auch Frauen sollten Philosophie betreiben“ in bemerkenswerter Weise für die Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen plädierte und damit „Ausdruck einer gesellschaftlichen Situation [war], die in der jahrtausendealten westlichen Tradition einen Höhepunkt in bezug auf die Stellung der Frau darstellte.“ Diese Argumentation illustriert für sie wie aristotelische Vorstellungen bei stringenter Argumentation dazu führen, Aristoteles eigene Abwertung der Frau zu korrigieren. In einer Fußnote (Anm. 277; S. 310) verweist sie zu der "Art und Weise, in der das Christentum den sich herausbildenden feministischen Konsens zerstörte" auf das Buch "The Class Struggle in the Ancient Greek World“. Dies führt zu der Frage, inwieweit in der antiken Tradition die Emanzipation der Frau als inhärente Entwicklungstendenz angelegt war und welche Rolle das Chrsitentum spielte. In der Folge werde ich einige Aspekte dieser ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Frauenwelt
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