Donnerstag, 9. Februar 2006
Sonne und Mond 2
"Ich denke immer im Sinne von "le soleil" und "la lune", das Umgekehrte in unserer Sprache ist mir konträr, so daß ich immer machen möchte "der große Sonn" und "die Möndin" so geht es einem oft, daß man mit dem äußerlichen Benehmen der Sprache uneins ist und ihr Innerstes meint." Aus einem Brief von Rainer Maria Rilke an Nanny Wunderly Volkart vom 4.2.1920; zitiert nach: Hadumod Bußmann: "Genus und Sexus in den Sprachwissenschaften"; Beitrag im Frauenvorlesungsverzeichni s Sommersemester 1995 der Ludwig-Maximilians-Univers ität München
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Julio Lambing - Zettelkasten: Mythologie
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Sonne und Mond 1
Julia Iwersen erwähnt in ihrem Buch "Die Frau im Alten Griechenland"(1) die britische Archäologin Lucy Goodison, die in ihrer Studie "Death, Woman and the Sun"(2) zu dem Schluss kommt, dass in der frühen ägischen Welt ein Sonnenkult existierte, der die Sonne mit dem weiblichen Geschlecht verband. "Goodison analysiert in ihrer Arbeit eine Reihe von bildlichen Zeugnissen aus der mittleren Palastzeit Kretas, die einen langsamen Übergang weiblicher Sonnensymbolik zu einer männlichen erkennen lassen."(3) Iwersen bringt auch andere Argumentationen ins Spiel, die eine weibliche Identifikation der Sonne implizieren: Für den männlichen Helios fehlen vorhomerischen Belege. Die griechische Mythologie kennt zwei mächtige mit der Sonne verbundene Zauberinnen. Kirke und und ihre Nichte Medea. Dann die Gattin von Minos (und Kirkes Schwester): Pasiphae - nach Iwersen die "Allscheinende". Ihre Tochter Phädra: die "Strahlende". Pasiphae und Krike sind bei Hesiod Töchter des Helios. Der wieddeerum stammt nach Hesiod von dem Titan Hyperion ("Oben-Wandelnd") und Theia (von "göttlich"). Apoll hat sein Epitheton Phoibos ("Leuchtender") von ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Mythologie
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