Mittwoch, 19. April 2006
Was sind (griechische) Mythen (1)
Unter dem Titel "Pluralität und Analogie der Wahrheitswelten" beschreibt Paul Veyne im zweiten Kapitel seines Buches "Glaubten die Griechen an ihre Mythen?"(1) dicht gedrängt die Charakteristika der griechischen Mythen Der Mythos ist nicht Teil der gewöhnlichen Zeit und Welt und spielt auch nicht in ihr „[Die griechischen Mythen] ereigneten sich » vorher «, zur Zeit der heroischen Geschlechter, als die Götter noch unter den Menschen wandelten. Zeit und Raum der Mythologie waren auf geheimnisvolle Weise von unseren ganz verschieden. Für einen Griechen wohnten die Götter » im Himmel « ; aber er wäre nicht wenig überrascht gewesen, er sie tatsächlich am Himmel erblickt.“ Die mythische Welt ist eine andere Welt, aber nicht in dem Sinne einer Anderswelt, die durch paranormale Fähigkeiten erschlossen werden kann. Ihre transzendentalen Kategorien wie Raum und Zeit sind nur ungefähr analog zu denen unserer Welt. „Nicht weniger wäre er [der Grieche] überrascht gewesen, hätte man ihm (...) mitgeteilt, dass Hephaistos sich soeben wiederverheiratet hätte und Athena in letzter ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Mythologie
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