Sonntag, 23. April 2006
Individualismus und Staatsmacht
Das Achselzucken des "Selber Schuld", wenn es um unfaire Vertriebsmethoden geht, mag von Berufsantikapitalisten als "Laissez Faire"-Attitüde begriffen werden, die marktwirtschaftliche Freiheiten über die Bedürfnisse eines intakten Soziallebens stellt. Aber das stimmt natürlich nicht. Es ist eine Haltung, die marktwirtschaftliche Aktivitäten beeinträchtigt. Und zudem, so paradox es klingen mag, scheint sie mir mit einer Haltung in Verbindung zu stehen, die das Ausufern staatlicher Kompetenzen fördert [Randbemerkung: Mal sehen, wie lange AXONAS als "linksliberales Blog" gelistet wird ;-) ]: "Die Menschen reißen sich immer nur mühsam von ihren Privatgeschäften los, um sich den Aufgaben der Gemeinschaft zu widmen; von Natur aus neigen sie dazu, diese Sorge dem einzig sichtbaren und dauernden Repäsentanten der kollektiven Interessen zu überlassen: dem Staat. Sie haben aber nicht nur von Natur keinen Sinn für die Beschäftigung mit den öffentlichen Aufgaben, oft fehlt ihnen auch die Zeit dazu. Das private Leben ist in den demokratsichen Zeiten so rege, so bewegt und so angefüllt mit Hoffen und Wirken, dass dem ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Gemeinschaften
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