Donnerstag, 10. August 2006
Geschwätzigkeit des Bloggens dämmt nicht den Stumpfsinn ein
Das Langweilige an dieser Bloggerszene ist, dass sie ebenso wie alle anderen jene altbekannte Stumpfsinnigkeit vorweist, Vorurteile nachzuplappern und Klischees zu bemühen und wiederzukäuen, die ihr der Mainstream vorgibt, wenn es um ein anderes als das ihrige Milieu geht. Das gilt auch für solche "Blogroll-Familien", die sich selbst als kritisch einstufen. Denn die Stossrichtung der Kritik und ihr Objekt ist auch in diesen Familien durch implizite Übereinkunft schon vorher festgelegt. Darin ähnelt die Blogosphäre den anderen Subkulturen. Wie jede Subkultur ist sie nur in der Lage, dümmliche Berichte der Mainstreammedien über sich selbst lauthals in Frage zu stellen, weil sie den Schmerz von platten Vourteilen, Klischees und generalisierenden Sprüchen am eigenen Leib erfährt. Was aber nicht heisst, dass sie in der Lage wäre, diese Erfahrung auf andere ungewöhnliche oder häretische Lebenstile, Praktiken, Weltanschauungen, Wissenschaftstheorien etc., zu übertragen. Eine Stärkung des kritischen Geistes ist nicht auszumachen. Es dürfte eine Konsequenz der "Homophilie" sein: Des études ont montré ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Blogging
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