Donnerstag, 17. August 2006
Wie die "techne tu biou" sich aus dem Politischen löst
Auch wenn man bei Platon sich um sich selber sorgt, um der Polis zu dienen und das Heil der Polis wiederum, meinem Heil dient(1): Hier zeigt die Sorge um sich sich selbst bereits die Erosion des Politischen an. Schönes Leben entfaltet sich nicht mehr als politisches Leben, weil dass der Ort ist, in dem sich Vortrefflichkeit ermittelt. Die Tatsache, dass im Alkibiades die Selbstsorge noch Teil der Pädogigik oder besser Ergänzung einer unvollständigen Pädgogik ist(2), deutet noch den Bezug an, worin sich das schöne Leben einst nur vollziehen konnte: Nach vorbereitetender Erziehung des jungen Mannes eben in der Polis und im öffentlichen Raum der Vortrefflichkeit. Wenn sie später in der römsichen Kultur zur lebenslangen Übung mit sich selber wird, ausgehend vom Subjekt , so hat bereits jene Einstellung, die sich selbst als Gegenstand betrachtet, also das herstellende Verhalten zu sich selbst, gesiegt. Wie politisch die Stoa und die Epikuräer auch immer waren - und tatsächlich muss man sich dieser platten Scheindiagnose "eines politischen Rückzugs in die Innerlichkeit" (3) enthalten, etwas was ja auch bei dem Geschwätz, ...
[Zettel auffalten...]
Julio Lambing - Zettelkasten: Aesthetik der Existenz
7 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks






