Sonntag, 8. Oktober 2006
Buchmesse: elektronische Medien, Gemeinschaften
1. Die Nachfolger der Intellektuellen foppen, immer noch gut: "So sind sie also einer jener vollverkabelten Menschen?" [Origineller ironischer Vorstoß] Freundlich lächend: "Ja." Ich begründe es mit meiner Tätigkeit. [Man sieht dem Gegenüber die innere Regung an, aber auch die Höflichkeit das Urteil für sich zu behalten.] [Es folgen die üblichen Absätze um den Wert des Buches, die Rückzugsmöglichkeiten jenseits der Datenströme etc. Intellektuelle etc. sind halt berechenbar.] Und dann: "Würden Sie etwa Hegel auf dem Bildschirm lesen?" "Aber selbstverständlich." [Eine kleine Lüge, ich finde Hegel gerade echt nicht interessant, sorry. Ich würde ihn gar nicht lesen. Aber meine Göttin, man ahnt ja bereits wo die Frage hinführt. Und es wäre nicht anders als wenn ich ihm erzähle, was ich als Klolektüre mag.] Das war's dann. Die Unterhaltung plätschert noch etwas weiter. Immer dann, wenn Vorurteile über neue Medien bestätigt werden, hellt sich das Gesicht des Gegenübers auf. Ansonsten stiehlt sich der Blick bereits gelangweilt von dannen. 2. Die schrägen ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Privates
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