Dienstag, 9. Januar 2007
Fortunas rote Backen 1
Machiavellis machistisches Verhältnis zur Fortuna, der er durch virtù gefallen und möglichst sie dadurch auch erobern will, bleibt merkwürdig oberflächlich. Was sagt es uns aber für die neuzeitliche Politik, wenn Fortuna die Gewohnheit hatte, durch ein kleines Fenster in den Palast des Servius zu klettern, um mit ihm zu schlafen, sich aber dieser Affäre zu einem Sterblichen schämte? Was sagt es uns, wenn sie in ihrem zentralen Mythos mit der Aphrodite-Porne identsich war, wie Pierre Klossowski* meint? Wie verändert sich das Verhältnis zwischen (neuzeitlicher) Politik und Orgia? *Pierre Klossowski: "Kultische und mythische Ursprünge gewisser Sitten der Römischen Damen"; Berlin 1979, S. 33
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Julio Lambing - Zettelkasten: Fortuna
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