Samstag, 24. Februar 2007
Wissenschaft, Evolutionstheorie, Gebürtlichkeit, Heidentum
In der Diskussion zu der Frage, mit welchen seltsam überspannten und auch hampeligen Methoden ein paar aufgeheizte Wissenschaftsfunktionäre die Evolutionstheorie vor den Kreationisten verteidigen (1), ist die Frage aufgetaucht, ob heidnische Traditionen aufgrund der in ihnen tradierten Mythen eine besondere Nähe zum Kreationismus aufweisen würden. Wenn die Behauptung irgendwie Pfeffer haben soll, muss sie universalistisch auf alle oder zumindest die Mehrzahl der heidnischen Kulturen zielen. Selbst wenn man den wichtigen Umstand außen vor läßt, daß für heidnische Traditionen Mythen bei weitem nicht jenen autoritativen Charakter aufweisen, die die Geschichten der hebräischen und griechischen Bibel für die Schriftreligionen haben, kann man schnell zeigen, daß sie falsch ist. Als Gegenbeispiel wählte ich - trotz der unweigerlich präsenten prometheischen Schöpfungstat - das griechische Heidentum aus, zu dem beispielsweise Bruno Snell feststellte: "Die griechische Gottheit kann (...) nichts aus dem Nichts erschaffen - es gibt darum auch keine Schöpfungsgeschichte bei den Griechen -, sie kann nur erfinden ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Wissenschaft
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