Samstag, 3. März 2007
Levinas und Buber und der Andere im Heidentum
Gegen heidnische Traditionen wird immer wieder der Vorwurf einer selbstbezogenen Binnenmoral erhoben, die blind für die Menschenwürde (was immer das genau meint) der Angehörigen der fremden Völker gewesen sei. Im Abwehrkampf der Christen gegen ein Lob des Polytheismus bis heute ein probates Mittel. So konstatiert der Kirchengeschichtler Arnold Angenendt zur Frage: "Gewalttätiger Monotheismus - Humaner Polytheismus?": "Stammesr eligionen erzeugen generell eine permanente Deklassierung der Anderen und proklamieren immerzu das eigene Bessersein (...) Das ist die Weltanschauung des Ethnozentrismus. Bestimmend wirkt hier eine ingroup/outgroup-Moral: Sozialität für die Eigenen - Deklassierung, ja Feindschaft gegen die Anderen. Infolgedessen war und ist in Stammeskulturen der Krieg das Normale."(1) Als Beispiele zieht er die homerische Heroenkultur (2) und die germanische Kultur (3) heran. Von einer solchen Diagnose her dann auf die Binnenethik von rechtsradikalen Strömungen mit neogermanischer Ausrichtung hinzuweisen, ist sowohl mit Hinweis auf faschistische wie auch auf moderne ethnopluralistische Strömungen nicht schwer. Natürlich ist ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Polytheismus
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