Dienstag, 13. März 2007
Personalisierung durch Nähe
"Die moderne Gesellschaft unterscheidet sich »von der Welt, die wir verloren haben«, in erster Linie dadurch, daß in ihr die unpersönlichen Beziehungen zwischen den Menschen die Vorherrschaft über die persönlichen errungen haben. Ist es für traditionelle Gesellschaften die Tendenz charakteristisch, unpersönliche in persönliche Berziehungen zu transformieren (indem man beispielsweis Fremde zu klassifikatorischen Verwandten macht), kennzeichnet die »Modernität« eine Zurückdrängung und Abkapselung des Persönlichen." (1) Was wäre, wenn man das Phänomen, daß in der Ontologie einer Vielzahl an naturreligiösen Kulturen einiges als Person gehandhabt wird, was bei uns eine Sache ist, auch unter diesem Licht betrachtet werden muß. Diese Sozialisierung der Natur liegt aber weniger daran, dass ein psychisch infantiler Wildbeuter sein Innenleben auf die Außenwelt projeziert, wie es bis heute in schamloser Arroganz von einigen Gelehrten heißt. Es entspringt eher einer Sorge um und Pflege des menschlichen Nahraums. so wie dies z.B. bei den Germanen deutlich wird: "Gut belegt ist ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Personalisierung
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