Dienstag, 22. Mai 2007
Personalisierung: Freundschaft mit den Dingen
"Die Wissenschaften unterscheiden sich ja von den Künsten und der Philosophie durch den Versuch, den qualitativen Fortschritt an den quantiativen zu binden, und zwar so, daß jener (gedanklichen) Qualitäten als besser erachtet werden, die zu einer größeren Zahl an Voraussagen führen. Gelingt der Versuch, dann wäre in den Wissenscahften der relative Fortschrittsbegriff unter die Herrschaft des Absoluten gebracht und der in den Künsten und der Philosophie noch bestehende Relativismus beseitigt. Die Wissenschaften wären dann jene Künste, deren Material nicht Farben oder Gesteine oder Töne, sondern Gedanken sind und die es durch einen klugen Trick fertiggebracht haben, nicht nur von Fortschritt zu reden, sondern wirklichen, und zwar absoluten oder objektiven Fortschritt zu erzeugen. Ich beschließe meine Darstellung mit einer Kritik dieser Idee (...) Erstens ist die in den Wissenschaften (angeblich!) vorliegende Verbindung von Qualität und Quantität selbst eine qualitative Idee und dahier nicht absolut. Hat man einen Freund, dann will man zwar vieles über ihn erfahren, aber die Neugierde hat Grenzen, und zwar genau ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Personalisierung
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