Freitag, 13. Juli 2007
Hermetik, nicht klassische Antike als Ausgangspunkt der Aufklärung?
Gerade eine Aufsatzsammlung von Frances Yates über Giordono Bruno und die Renaissancephilosophie zur Hand genommen, über deren zufällige Möglichkeit zum Erwerb ich vor einigen Wochen so erfreut war, daß mir der Preis nebensächlich schien: 18 EUR für das Wagenbach Heftchen, das nach Auskunft des Marburger Antiquars schwer erhältlich ist. (Ich weiß nicht, ob es stimmt.) Grund war auf der einen Seite der Wunsch, sich einfach noch einmal mit den ganzen Esoterikern und Okkultisten in der Kinderstube der europäischen Naturwissenschaft zu beschäftigen: Kopernikus, Bruno, Kepler, Galileo Galilei, Newton - für viele Naturwissenschaftler bis heute eine unbekannte Facette ihrer Geschichte, da sie spätestens seit der Hagiographie des 19. Jahrhundert alle als Betreiber reinster Wissenschaft im kollektiven naturwissenschaftlichen Gedächtnis hängengeblieben sind. (Wenn das Obskure sich partout nicht leugnen lies, dann haben sie nach unzweifelhafter Gewissheit dieses Gedächtnisses immerhin doch ein wissenschaftliches Werk hinterlassen, das von dem atavistischen Okkultismus - selbstverständlich gut evolutionistisch ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Wissenschaft
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