Freitag, 10. August 2007
Die säkulare Phase vor der Religion
Auch in der Kultur des Alten Äygpten treffen wir auf das Phänomen, dass es - ähnlich wie in der germanischen oder antiken griechischen Kultur - Religion nicht gibt. Schön ist das im Standardwerk Jan Assmanns über die "Ma'at" herausgearbeitet. Ganz typisch scheint mir an der folgenden Passage aus dem Kapitel "Ma'at und die Genealogie der Religion" - das Vorbringen eines Religionsbegriffes ("System von letztinstanzlichen Verbindlichkeiten"), der so allgemein und unscharf ist, dass er alles mögliche subsummieren und nur deshalb auch das Heidentum erfasst, - das Hantieren mit zwei unterschiedlichen Religionsbegriffen, um die Brücke zwischen dem, was man gewähnlich unter Religion versteht zu finden - die Feststellung des Ineinanderfließens von Religion, Kultur, Weltbild, Staat, Moral, was - wie schon bei den Griechen erörtert - Folge einer anderen begrifflichen und pragmatischen Einteilung der Welt ist "Aber auch im Stadium der mythisch personalisierten Mächte ist Religion von Weltbild, Kultur und Staat nicht zu unterscheiden. Religion - verstanden als System von letztinstanzlichen Verbindlichkeiten (Forderungen an den Menschen) ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Nicht-Glaube
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