Montag, 15. Oktober 2007
Diese Welt war nie rein
Jan Assmanns Verdienst liegt nicht zuletzt darin ,daß er die Erkenntnis der Tatsache, daß heidnische Kulturen keine Religion sind, popularisiert. In gleich zwei Fernsehdiskussionen (Wiederholung des "Philosophische Quartetts" mit dem Thema: "In Gottes Namen: Religion im Dienst der Politik"; "Gewalt und Religion - Wie gefährlich ist der Eingottglaube?") konnte ich mir anschauen, wie Jan Assmann sich bemüht, das Phänomen der Weltfremdheit, Weltdistanz, Weltfeindschaft, das Religionen, aber eben nicht heidnische Kulturen ausmacht, in Massenmedien zu erläutern. Dort benutzt auch bereits die Unterscheidung Religion versus Kult. Für eine Kultur, die das Christentum so tief inhaliert hat, daß es ssie sich kaum vorstellen kann, daß solche Dinge wie Götter, Rituale, Opfer nichts mit Religion zu tun haben, sondern unter Umständen Teil einer säkularen Kultur vor dem Zeitalter der Religion sind, ist das schwer zu schluckender Brocken. In seinem Buch "Ma'at. Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im Alten Ägypten" von 2001 hangelt er sich noch an den Begriffen "primäre" und "sekundäre Religionen" entlang, um sich erst gegen ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Nicht-Glaube






