Sonntag, 28. Oktober 2007
Von der Kosmopolis zu den Lichtkriegern...
Notizen zur Lektüre von Toulmin Eine Frage, die mich seit mehr als 12 Monaten bewegt, ist jene nach den historische Wurzeln unserer heutigen Pluralität. Für das Verständnis der Moderne ist es zentral, wo wir ihren Anfang ausmachen. Wenn wir sie mit dem 17. Jahrhundert beginnen lassen, dann ist bereits in ihren kulturellen Genen das Streben nach unzweifelhaften, allgemeingültigen Wahrheiten über den Menschen und die Welt und der Umsetzung dieser Wahrheiten angelegt. Die frühesten Ausbildungen dieser Gene waren dann: der Totalitarismus der Cromwellschen Dikatur, der Druck von Reformation und Gegenreformation auf Wissenschaft und Gelehrsamkeit, die Herausbildung von Nationalstaaten, die regide Trennung der intelligiblen Welt von der Materiellen (Geist/Materie, Gründe/Ursachen, Kultur/Natur, Handlung/Ursache) und im Rationalismus, die Durchsetzung und Betonung möglichst formaler Prinzipien in Recht, Moral, Forschung, die horizontale Einteilung des gesellschaftlichen Lebens in Klassen und Stufen, die Idee einer universalen Forschungsmethode und klaren, einheitlichen und möglichst globalen Gelehrten- oder Wissenschaftssprache. Hier entstand ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Wassermannzeitalter
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