Verlorenes Vertrauen
Nach der diesjährigen Bundestagswahl beklagte ein großer Teil der nationalen wie internationalen Presse, die deutsche Wählerin könne sich nicht entscheiden. Dass weder die bisherige Regierungskonstellation noch das auf der rechten Seite des Parlaments beabsichtige Parteienbündnis CDU/CSU und FDP die Mehrheit der Parlamentssitze gewann, ließ so manche nicht mehr ruhig schlafen: Deutschland muss es schlecht gehen, wenn die Wähler doch tatsächlich so "zerrissen" sind, jenseits bisheriger Regierungsbildungsgewohnheiten zu wählen. Der Leitartikel der FAZ vermeinte sogar diagnostizieren zu müssen, dass die deutschen Wähler noch nicht reif seien.
„Nach dem Aufstand des 17. Juni ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands in der Stalinallee Flugblätter verteilen auf denen zu lesen war, daß das Volk das Vertrauen der Regierung verscherzt habe....“
Und jetzt hat es eine junge ehrgeizige Parteigenossin innerhalb der alten und mutmaßlich neuen Regierungspartei gewagt, mit der jahrzehntelangen Tradition zu brechen und nicht mehr akzeptiert, dass ihr Parteivorsitzender einen Generalsekretär bestimmt, den dann das Parteivolk zu wählen hat. Sie tritt zur Vorwahl beim Parteivorstand an und dieser entscheidet sich für sie, nicht für den Kandidaten des Parteivorsitzenden.
Im Spiegel Online ist heute zu lesen:
Nach Erler und SPD-Fraktionsvize Joachim Poß forderte jetzt auch Kanzleramtsminister Rolf Schwanitz den Rücktritt des gesamten Parteivorstands, damit Müntefering bleiben kann. "Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Vorsitzenden und dem Parteivorstand wurde zerstört" durch die Abstimmung über den neuen Generalsekretär, sagte er. "Der Vorstand sollte daher kollektiv zurücktreten.“(...) Auch der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, fordert den Rücktritt des Parteivorstandes. Dieser habe sich "disqualifiziert".
„Nach dem Aufstand des 17. Juni ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands in der Stalinallee Flugblätter verteilen auf denen zu lesen war, daß das Volk das Vertrauen der Regierung verscherzt habe....“
Und jetzt hat es eine junge ehrgeizige Parteigenossin innerhalb der alten und mutmaßlich neuen Regierungspartei gewagt, mit der jahrzehntelangen Tradition zu brechen und nicht mehr akzeptiert, dass ihr Parteivorsitzender einen Generalsekretär bestimmt, den dann das Parteivolk zu wählen hat. Sie tritt zur Vorwahl beim Parteivorstand an und dieser entscheidet sich für sie, nicht für den Kandidaten des Parteivorsitzenden.
Im Spiegel Online ist heute zu lesen:
Nach Erler und SPD-Fraktionsvize Joachim Poß forderte jetzt auch Kanzleramtsminister Rolf Schwanitz den Rücktritt des gesamten Parteivorstands, damit Müntefering bleiben kann. "Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Vorsitzenden und dem Parteivorstand wurde zerstört" durch die Abstimmung über den neuen Generalsekretär, sagte er. "Der Vorstand sollte daher kollektiv zurücktreten.“(...) Auch der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, fordert den Rücktritt des Parteivorstandes. Dieser habe sich "disqualifiziert".
Julio Lambing - Di, Nov 01, 2005 - Zettelkasten: Polis







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