Frauenemanzipation in der römischen Antike 1
Martha Nussbaum schildert in ihrem Aufsatz "Menschliche Fähigkeiten, weibliche Menschen" (1) eine Argumentation des Stoikers Musonius Rufus, der im ersten Jahrhundert n. Chr. in seiner Argumentation „Auch Frauen sollten Philosophie betreiben“ in bemerkenswerter Weise für die Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen plädierte und damit „Ausdruck einer gesellschaftlichen Situation [war], die in der jahrtausendealten westlichen Tradition einen Höhepunkt in bezug auf die Stellung der Frau darstellte.“ Diese Argumentation illustriert für sie wie aristotelische Vorstellungen bei stringenter Argumentation dazu führen, Aristoteles eigene Abwertung der Frau zu korrigieren.
In einer Fußnote (Anm. 277; S. 310) verweist sie zu der "Art und Weise, in der das Christentum den sich herausbildenden feministischen Konsens zerstörte" auf das Buch "The Class Struggle in the Ancient Greek World“.
Dies führt zu der Frage, inwieweit in der antiken Tradition die Emanzipation der Frau als inhärente Entwicklungstendenz angelegt war und welche Rolle das Chrsitentum spielte. In der Folge werde ich einige Aspekte dieser Thematik aufgreifen.
(1) in Martha C. Nussbaum: "Gerechtigkeit oder das gute Leben"; Frankfurt a.M. 1999; S. 176 - 226
In einer Fußnote (Anm. 277; S. 310) verweist sie zu der "Art und Weise, in der das Christentum den sich herausbildenden feministischen Konsens zerstörte" auf das Buch "The Class Struggle in the Ancient Greek World“.
Dies führt zu der Frage, inwieweit in der antiken Tradition die Emanzipation der Frau als inhärente Entwicklungstendenz angelegt war und welche Rolle das Chrsitentum spielte. In der Folge werde ich einige Aspekte dieser Thematik aufgreifen.
(1) in Martha C. Nussbaum: "Gerechtigkeit oder das gute Leben"; Frankfurt a.M. 1999; S. 176 - 226
Julio Lambing - Fr, Dez 23, 2005 - Zettelkasten: Frauenwelt
Sara (Gast) - Sa, Feb 04, 2006
Leider sind meine Notizen mit dem Rest meiner Festplatte damals verloren gegangen, aber wenn ich in ein paar Monaten daheim bin, suche ich den Ausdruck. Bist du auch Altphilologe? Theologe? Ich suche immer noch nach altestamentlichen Pendants zu M. Nussbaums Befähigungsgerechtigkeit. Wenn du mir weiterhelfen kannst...
Die verzerrten Worte bereiten mir übrigens Probleme. Gestern hat sich mein Kommentar einfach nicht senden lassen, obwohl ich das richtige Wort eingegeben hatte...
Die verzerrten Worte bereiten mir übrigens Probleme. Gestern hat sich mein Kommentar einfach nicht senden lassen, obwohl ich das richtige Wort eingegeben hatte...
http://axonas.twoday.net/stories/1134732/#1512633
Julio Lambing - Do, Feb 09, 2006
>suche ich den Ausdruck
Vielen Dank!
Leider weiß ich keine Hinweise zu altestamentlichen Pendants zu Nussbaums Befähigungsgerechtigkeit. Aristotelische Ethikkonzepte würde ich auch ehrlich gesagt dort auch kaum suchen ;-) Warum brauchst du sie, zur theologsichen Legitimation des Ansatzes? Es gibt doch eine alte aristotelische Tradition im Christentum, die ist doch als Ausgangsbasis auch nicht schlecht?
Sorry für den Ärger mit den Kommentaren. Die Kommentarfunktion bei twoday einfacher, wenn man sich anmeldet. Man geht keine Verpflichtungen ein, auch wenn es so aussieht, die Anmeldung ist kostenlos. Anmeldung entfällt, wenn man bei einem Service mitmacht, der SORUA unterstützt.
Vielen Dank!
Leider weiß ich keine Hinweise zu altestamentlichen Pendants zu Nussbaums Befähigungsgerechtigkeit. Aristotelische Ethikkonzepte würde ich auch ehrlich gesagt dort auch kaum suchen ;-) Warum brauchst du sie, zur theologsichen Legitimation des Ansatzes? Es gibt doch eine alte aristotelische Tradition im Christentum, die ist doch als Ausgangsbasis auch nicht schlecht?
Sorry für den Ärger mit den Kommentaren. Die Kommentarfunktion bei twoday einfacher, wenn man sich anmeldet. Man geht keine Verpflichtungen ein, auch wenn es so aussieht, die Anmeldung ist kostenlos. Anmeldung entfällt, wenn man bei einem Service mitmacht, der SORUA unterstützt.
http://axonas.twoday.net/stories/1134732/#1539750







-
Blumen zurück nach Helsinki
Ich will noch einiges zu dem Thema notieren, denn ich habe den Eindruck, dass der Einfluss des Christentums auf die Situation der antiken Frau wesentlich komplexer ist, als Martha Nussbaum es etwas eindimensional andeutet. Aber eigentlich interessiert mich am meisten, welche emanzipatorischen Impulse in den vorchristlichen kulturellen Traditionen Roms und Griechenlands angelegt waren.
Ansonsten gehen die Blumen zurück: mir gefällt die aufmerksame Art, mit der du den zwischenmenschlichen Aspekt bei "Elephant" beschrieben hast. Zu den anderen Dingen, wie z.B. die intimen Fotos von deinem zweisamen Badetermin mit diesem "Vladimir p.c." steht mir kein Kommentar zu, ausser: mutig, so viel Offenheit im Internet ;-)