Sonne und Mond 1
Julia Iwersen erwähnt in ihrem Buch "Die Frau im Alten Griechenland"(1) die britische Archäologin Lucy Goodison, die in ihrer Studie "Death, Woman and the Sun"(2) zu dem Schluss kommt, dass in der frühen ägischen Welt ein Sonnenkult existierte, der die Sonne mit dem weiblichen Geschlecht verband.
"Goodison analysiert in ihrer Arbeit eine Reihe von bildlichen Zeugnissen aus der mittleren Palastzeit Kretas, die einen langsamen Übergang weiblicher Sonnensymbolik zu einer männlichen erkennen lassen."(3)
Iwersen bringt auch andere Argumentationen ins Spiel, die eine weibliche Identifikation der Sonne implizieren: Für den männlichen Helios fehlen vorhomerischen Belege. Die griechische Mythologie kennt zwei mächtige mit der Sonne verbundene Zauberinnen. Kirke und und ihre Nichte Medea.
Dann die Gattin von Minos (und Kirkes Schwester): Pasiphae - nach Iwersen die "Allscheinende". Ihre Tochter Phädra: die "Strahlende". Pasiphae und Krike sind bei Hesiod Töchter des Helios. Der wieddeerum stammt nach Hesiod von dem Titan Hyperion ("Oben-Wandelnd") und Theia (von "göttlich"). Apoll hat sein Epitheton Phoibos ("Leuchtender") von der Phoibe, der Schwester der Titanin Thea, der früheren Orakelgöttin Delphis. (4)
(1) Julia Iwersen: "Die Frau im Alten Griechenland. Religion, Kultur, Gesellschaft"; Düsseldorf/Zürich 2002
(2) Lucy Goodison: "Death, women and the sun : symbolism of regeneration in early Aegean religion "; Institute of Classical studies (Bulletin supplement 53); London 1989
(3) Julia Iwersen: "Die Frau im Alten Griechenland. Religion, Kultur, Gesellschaft"; Düsseldorf/Zürich 2002; S. 21
(4) Julia Iwersen: "Die Frau im Alten Griechenland. Religion, Kultur, Gesellschaft"; Düsseldorf/Zürich 2002; S.22ff. u. 67ff.
"Goodison analysiert in ihrer Arbeit eine Reihe von bildlichen Zeugnissen aus der mittleren Palastzeit Kretas, die einen langsamen Übergang weiblicher Sonnensymbolik zu einer männlichen erkennen lassen."(3)
Iwersen bringt auch andere Argumentationen ins Spiel, die eine weibliche Identifikation der Sonne implizieren: Für den männlichen Helios fehlen vorhomerischen Belege. Die griechische Mythologie kennt zwei mächtige mit der Sonne verbundene Zauberinnen. Kirke und und ihre Nichte Medea.
Dann die Gattin von Minos (und Kirkes Schwester): Pasiphae - nach Iwersen die "Allscheinende". Ihre Tochter Phädra: die "Strahlende". Pasiphae und Krike sind bei Hesiod Töchter des Helios. Der wieddeerum stammt nach Hesiod von dem Titan Hyperion ("Oben-Wandelnd") und Theia (von "göttlich"). Apoll hat sein Epitheton Phoibos ("Leuchtender") von der Phoibe, der Schwester der Titanin Thea, der früheren Orakelgöttin Delphis. (4)
(1) Julia Iwersen: "Die Frau im Alten Griechenland. Religion, Kultur, Gesellschaft"; Düsseldorf/Zürich 2002
(2) Lucy Goodison: "Death, women and the sun : symbolism of regeneration in early Aegean religion "; Institute of Classical studies (Bulletin supplement 53); London 1989
(3) Julia Iwersen: "Die Frau im Alten Griechenland. Religion, Kultur, Gesellschaft"; Düsseldorf/Zürich 2002; S. 21
(4) Julia Iwersen: "Die Frau im Alten Griechenland. Religion, Kultur, Gesellschaft"; Düsseldorf/Zürich 2002; S.22ff. u. 67ff.
Julio Lambing - Do, Feb 09, 2006 - Zettelkasten: Mythologie







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