Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Des Bloggers Lust am Austesten

Also: der Marcel Bartels soll nicht ein Bild in seinem Wiki-System veröffentlichen, dass Sigmar Gabriel darstellt und mit dem Untertitel versehen ist: "Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz." Und deshalb bekommt er jetzt eine Unterlassungserklärung von einer renommierten Anwaltskanzlei (man beachte das Eindruck schindende Musikintro beim Aufruf der Website), die darin geübt ist prominente Politiker zu vertreten.

Es gibt bei diesem Vorfall dabei eine ganze Reihe von Fragen, die mich persönlich eher weniger interessieren - nicht weil ihre Erwähnung nicht wichtig, sondern weil ihre Beantwortung so offensichtlich ist:

Aufregung über Satire wird selbst zur Satire

Dazu gehört die Frage, ob satirische Bilder Herrn Gabriel mit dem Wunsch in Verbindung bringen dürfen, selbst an dem fröhlichen erotischen Reigen im Volkswagenkonzern teilzunehmen, ob also die Freiheit der Satire durch Gabriels Rechtsattacke gefährdet ist. Ohne Zweifel: Die Aufregung über Satire wird selbst zur Satire. Mag der Witz über Gabriel noch so lahm sein (es ist immer die schlechte Satire, die Mächtige zu albernen Reaktionen veranlasst) , aber es gehört zur harten Schule der öffentlichen Politik, dass die politischen Eliten sich daran gewöhnen müssen, beißenden Spott zu ertragen. Weisheit des alten "Respice post te, hominem te esse memento!" (1) Allenfalls dürfen sie in einer Zeit, in denen einige Wirtschaftsmagnaten jenseits der öffentlichen Sphäre über wesentlich mehr Macht und Einfluss verfügen als sie selbst, einklagen, dass auch diese sich endlich diesem "Memento hominem" stellen müssen.
(Aber weil wir gerade bei Siegern und Huren sind, Sueton berichtet, dass die römischen Soldaten beim Einzugs Caesar sangen: "Stadtbewohner, paßt auf eure Frauen auf! Den kahlen Ehebrecher bringen wir mit. Gold hast du in Gallien durch Huren durchgebracht, das du hier dir geborgt hast."(2) Falls Gabriel darauf verweisen sollte, dass "Quod licet Iovi, non licet bovi."(2), so ist ihm Bescheidenheit und Realitätssinn hoch anzurechnen, doch die korrekte Deutung der Situation ist eine andere: Was der göttliche Caesar an Spott erdulden musste, sollte für einen Bundesminister doch allemal erlaubt sein.)

Dazu gehört zum zweiten die Frage, ob es eine dumme Idee war, als Bundespolitiker mit juristischen Mitteln gegen Spott vorzugehen, der vermutlich jetzt erst Recht verbreitet werden wird: Si tacuisses... usw. (4) Selbstverständlich war es das, vor allem wenn man solche Aktionen ausgerechnet gegen Ende der Sommerpause startet: Die Saure-Gurken-Zeit ist noch nicht vorbei, allerdings beginnt die Rückreise der Blogger aus dem Urlaub. Nicht nur, dass Marcel Bartels, wie Udo Vetter treffend konstatiert, endgültig zum "Abmahnkönig" und wahrscheinlich einen deutlichen Zuwachs an Popularität bekommen wird, auch die nicht Internet-affine Öffentlichkeit wird nocheinmal mehr auf das Thema "Weblogs" gestoßen werden.

Dazu gehört zum dritten die Frage, ob Sigmar Gabriel nun innige Bekanntschaft mit Strukturveränderungen der Öffentlichkeit machen wird, die bei den politischen Kommunikationsexperten jenseits des Atlantik (5) schon längst ins politische Kalkül einfließen. Jürgen Habermas hatte in seiner Rede um die anlässlich der letzten Jahrestagung der International Communication Association (ICA) die Verzerrung der politischen Kommunikation wie folgt zusammengefasst: "The political public sphere is (...) dominated by the kind of mediated communication that lacks the defining features of deliberation. Evident shortcomings in this regard are:
- the lack of face-to-face interaction between present participants in a shared practice of collective decision-making; and
- the lack of reciprocity between the roles of speakers and addressees in an egalitarian exchange of claims and opinions."(6)

Der Traum einer neuen Ära von Öffentlichkeit, der Blogger umtreibt, ist es, solche asymmetrische Kommunikation durch Reziprozitität zu ersetzen. Ein Streben, durchaus mit Kampfbereitschaft versehen, das Wirtschaftspromis wie Jean-Remy von Matt, Unternehmen wie Euroweb und die PARFIP-Familie oder Organisationen wie "Transparency International" bereits zu spüren bekamen.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der sich abzeichnende Perspektivenwechsel in der etablierten öffentlichen Kultur - nämlich dass sich in jenem neuen, "Blogosphäre" genannten Reservat der Öffentlichkeit wesentlich mehr tut als dass dort lediglich sozialer Exhibitionismus betrieben wird - durch solche Konflikte beschleunigen wird. Nicht nur die Wissenschaftler berichten darüber, dass die klassische Vorurteilsstruktur - die sicherlich in angepassten, traditionell unkritisch Klischees wiedergebenden Mainstreammedien wie SPIEGEL etc. noch weiterhin verbreitet werden wird - bei den Avantgarden des Journalismus schon seit längerem am bröckeln ist. Immer mehr Medienunternehmen versuchen anscheinend ganz real sich mit mehr oder weniger gelungenen Projekten an den Trend anzuhängen (und müssen wohl auch so manches teure Lehrgeld bezahlen). Es wird sich zeigen, daß das vor einigen Wochen ausgesprochene habermas'sche Diktum, dass Blogs sich nur im Kampf gegen die Zensur autoritärer Regimes demokratische Meriten erworben hätten, einer Unkenntnis des Phänomens entstammt.(7)

Next level please?

Wie gesagt alles Aspekte, die durchaus wichtig sind, aber nichts Unerwartetes beinhalten. Aber was mich verblüfft, was mich deutlich verblüfft, ist die Schnelligkeit mit der die deutsche Blogosphäre in Konflikten um ihrem Anspruch auf Meinungsfreiheit eine Eskalationsstufe nach der anderen erklimmt.
Im Januar 2006 der Chef einer Marketing-Agentur, der mit dummarroganten Bemerkungen über die neue Freude zur öffentlichen Meinungsäußerung auf die Nase fiel und sich öffentlich entschuldigen musste. Nötig war nichts weiter als die Freude, über den Fall zu berichten.
Mitte März ein Rechtsanwalt, der im Auftrag einer Firma namens Euroweb öffentliche Kritik an dieser unterdrücken wollte. Die juristische Keule war im Raum und Blogger mussten sich mit der Drohung auseinandersetzen, durch Anwaltstätigkeit schweren ökonomischen Schaden zu erleiden. Doch obwohl Euroweb und die ihr nahestehende Firmenfamilie der PARFIP-Gruppe bis dahin mit der Eliminierung von Kritik im Internet immer sehr erfolgreich gewesen war, musste sie nun neben juristischen Niederlagen gleich eine Vertausendfachung (!) an negativer Erwähnung im Web hinnehmen. Nötig war die Freude über den Fall zu berichten und den Mut juristischen Drohungen solidarisch zu begegnen.
Ende März dann schon eine Wirtschafts-NGO ("BINGO" wie das im Fachjargon heisst), die ihren Justitiar mit schwerem juristischem Geschütz losschickte, um in einem Weblog missliebige Äusserungen über Personalpolitik, die man eher vertraulich handhaben wollte, zu unterbinden. Auch wenn das Anfangsverhalten wiedermal von fehlender Intelligenz und einer (bei NGOs allerdings brandgefährlichen) Vorliebe zur Verrechtlichung von Konflikten gekennzeichnet war, war das Agieren im Konflikt durch wesentlich mehr Skrupellosigkeit gekennzeichnet. Nachdem man sah, dass sowohl die juristischen Drohungen als auch der Versuch die Veröffentlichung solcher juristischer Drohungen zu verhindern nicht fruchteten, konnten die Verantwortlichen der NGO mit Waffen ganz anderen Kalibers aufwarten, die dem stümperhaften Agieren von mittelständischen Gaunern doch deutlich überlegen waren: Anscheinend nutzte man nicht nur exzellente Verbindungen zur Stimmungsmache, sondern auch Stellungnahmen in Tageszeitungen und die Berichterstattung im Online-Bereich von Fernsehanstalten, um Druck aufzubauen. Das Zug um Zug sich verstärkende öffentliche Aufsehen, die Internationalisierung der Wahrnehmung und nicht zuletzt eine professionelle Auseinandersetzung mit unsauberer journalistischer Berichterstattung machte den Fall irgendwann ungewinnbar. Also nicht nur Freude und Solidarität, sondern auch Professionalität auf Augenhöhe.

Und jetzt kommt ein Bundesminister, ehemaliger Ministerpräsident und politisches Schwergewicht in einer amtierenden Regierungspartei.

Die Blogosphäre hat sich ganz bewusst in eine Entwicklung begeben, Zug um Zug ihre Möglichkeiten als öffentliche Sphäre auszutesten. Eine Behauptung, die seltsam klingt, da es doch scheint, als ob jeder Konflikt von außen an die Blogosphäre herangetragen wurde, sie gleichsam nur "Opfer" war. Und die noch dazu, da Konzepte unstrukturierten sozialen Entitäten einen eigenen personalen Willen zuzusprechen zwar in naturreligiösen Kontexten zuhause sein mag (man denke an die germanische Fylgja und Hamingja) unserer heutigen Weltwahrnehmung ausgesprochen fremd ist. Aber schaut man sich die Konfliktentwicklung an, dann ist die Idee einer Zielstrebigkeit tatsächlich verlockend.

Des Bloggers Lust am Austesten

Wenn die Blogosphäre nicht nur als Addition zum Bestehenden beschrieben wird, also als ein neues Gebiet der Öffentlichkeit, das der Äußerungsmöglichkeit in Zeitungen und Rundfunkmedien lediglich eine weitere in digitaler Form hinzufügt, sondern als Ansatz zu einer neuen Polis, dann ist diese Idee vielleicht gar nicht mehr so abwegig (8): Die Vernetzung der Kommunikationsplattformen im Internet werden immer wieder mit der antiken agora in ihrer Funktion als Marktplatz, Tratschort und Treffpunkt (9) verglichen. Solcher Vergleich mit einer Institution des antiken politischen Lebens macht deutlich deutlich, wo das Potential der Blogosphäre als neuer Machtraum liegt: Menschen, die von der klassischen Öffentlichkeit bisher an den Rand der politischen Existenz gedrängt worden sind, werden durch die neuen Medien als öffentliche Wesen sichtbar und als sprechende Wesen im eigentlichen Sinne politisch und lösen somit einen Teil jener eigentlichen republikanischen Würde der Politik ein, die ihre Wurzeln in der antiken Kultur hat. Wer sprechend in der Öffentlichkeit intervenieren kann, ist ein politisch Handelnder. Durch die Pluralität der Meinungen und die Möglichkeit zum freien Sprechen, ohne durch ökonomische Schranken behindert zu werden (10), entsteht ein Raum an Gleichen, in dem auf Augenhöhe neue Ideen und Vorstellungen ausgetauscht werden. Und dieser Raum von durch Sprache handelnden und sichtbar werdenden Ebenbürtigen ist der ideale Nährplatz für ein Streben nach Vortrefflichkeit:
"Vortrefflichkeit, die griechische arete, die römische virtus, haben ihren Ort immer im Bereich des Öffentlichen gehabt, wo man andere übertreffen und sich vor ihnen auszeichen konnte. Was immer man öffentlich tut, kann daher eine Vortrefflichkeit erreichen, die keiner Tätigkeit innerhalb des Privaten je zukommen kann; Vortrefflichkeit ist dadurch gekennzeichnet, daß andere zugegen sind, und diese Anwesenheit bedarf eines für diesen Zweck ausdrücklich konstituierten Raumes mitsamt einer räumlich etablierten, Abstand schaffenden Formalität; die familiär vertraute Umgebung derer, die zu uns gehören, kann Vortrefflichkeit nicht nur niemals gültig bestätigen, sie würde durch das Sich-Auszeichnen selbst geradezu gesprengt werden." (11)
Die Pluralität der freien Anderen erschafft die Chance, Vortrefflichkeit und Herausragendes in den eigenen Ideen zu gebären und damit auch in Unternehmungen (durch sprechende Handlung) zu bewerkstelligen. Vortrefflichkeit entsteht nur durch Sichtbarkeit. Die Macht öffentlich zu sprechen zieht unweigerlich die Verständigung über die Vortrefflichkeit desjenigen nach sich, der da sprechend in der Öffentlichkeit interveniert. Diejenigen, die die Macht zu sprechen haben, wie z.B. Politiker, bekannte Publizisten etc. werden immer daran gemessen, ob ihr sprechendes Handeln Ausdruck tugendhafter Eigenschaften (wie Ehrlichkeit, Klugheit, Besonnenheit etc. ) ist.

Verführung zur Exzellenz

Die Blogosphäre scheint mir von einem bemerkenswerten agonalen Zug gezeichnet zu sein, der (sich je nach Neigung) z.B. auf den besonders platten humoristischen Kracher, literaisch-publizistische Originalität, Neudefinition von journalistischen Formaten, schreiberisches Können, kritische Reflexion der eigenen Bloggerpraxis, Freude an Konflikten mit unseriösen Wirtschaftspraktiken oder auch nur Sehnsucht nach schierer Aufmerksamkeit abzielt (Links bitte selbst einsetzen, ist zu spät heut nacht). Ich glaube, dass dies weniger eine Folge der simplen Allgegenwart des Gleichen - etwa weil alle sich ersteinmal in der Banalität der massenhaften Selbstpräsentation begegnen - ist, sondern Konsequenz der neuen Möglichkeit für viele in der Öffentlichkeit sprechend zu handeln. Die seltsame Verführung zur Exzellenz liegt darin, dass Handeln und Sprechen im öffentlichen Raum Virtuositäten sind, die ihre Größe und Schönheit ähnlich wie das Tanzen oder Musizieren im Vollzug zeigen. Ihre Bewährungsprobe ist immer in der Gegenwart, denn niemand kann entscheiden, ob das was in der öffentlichen Sphäre verhandelt wurde in wenigen Jahren für die Nachkommenden noch von Relevanz ist.

Und dieses Streben nach Exzellenz, das in einer seltsamen Mischung aus teilweise aggressiver Konkurrenz und zugleich wechselseitiger Solidarität aufgrund der Zugehörigkeit zum gleichen Submilieu (was die für das Gelingen einer Polis so zentrale Freundschaft stiftet) kultiviert wird, muss sich immer auch nach Außen bewähren und folgt damit einem vorgezeichneten Weg, den z.B. die Welt der Printmedien schon längst gegangen ist, als ihre einzelnen Agenten die Grenzen der Pressefreiheit austestete. Es wird Helden der Meinungsfreiheit geben. Es wird erfolgreiche Anstrengungen geben, Beschränkungen wegzudrücken. Und es wird auch Opfer geben, die sich aus Unbedachtheit zu weit aus dem Fenster gelehnt haben oder die solidarische Unterstützung verloren haben, weil sie Freiheit der Meinungen mit Freiheit zur Verletzung von menschlicher Würde verwechselten.

Man wird sich immer grössere Gegner suchen, und es ist nicht wirklich klar, ob man jeden Kampf gewinnen wird. Denn große Gegner beherrschen die Klaviatur der Öffentlichkeit in einer Weise, die sich gewaschen hat. Und dies wird von der Blogosphäre verlangen, dass auch ihre Angehörigen ihr Bestes zeigen. Ob die Virtuosität der eigenen Reihen ausreicht, muss sich dann jeweils neu zeigen. Aber einer alten esoterischen Weisheit gemäß erschafft man sich ja ohnehin nur die Herausforderungen im Leben, die man auch meistern kann. Anstrengen wird man sich aber müssen. Der Siegerpreis solchen Wettkampfs ist ein Ruhm, der auch wenn er nur für einen flüchtigen Augenblick gilt, mit wirklichem Stolz erfüllt: Größe durch Exzellenz.

Aber bevor das jetzt hier immer weiter in pathetischen Kitsch abdriftet, möchte ich das ganze doch auf eine simple Frage runterbrechen:

Warum nur musste der Idiot sich unbedingt Freitagsnachmittags mit einem Berufspolitiker anlegen (und bitte jetzt nicht damit kommen, dass der Arme doch gar nichts dafür konnte, das hatten wir ja oben schon.) - und so dafür zu sorgen, dass irgendwelche Leute bis spät in die Nacht Blogeinträge zu unsouveränem Politgedöns schreiben müssen?

Ich will auch zu den Bloggern, Herr von Matt.
Bild von Jens Scholz

Fußnoten:

(1) Der Satz, den ein Sklave auf dem Triumphzug eines siegreichen römischen Feldherrns diesem ins Ohr flüsterte: "Schau hinter dich, erinnere dich daran, dass du (nur) ein Mensch bist"
(2) "Ne provincialibus quidem matrimoniis abstinuisse vel hoc disticho apparet iactato aeque a militibus per Gallicum triumphum: urbani, servate uxores: moechum calvom adducimus. aurum in Gallia effutuisti, hic sumpsisti mutuum." Caius Suetonius Tranquillus: "Vitae Caesarum"; Liber I, Divus Iulius, Capp. LI-LX;
(3) Was dem Juppiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lnage nicht erlaubt.
(4) "Si tacuisses philosophus mansisses" ("Hättest du geschwiegen, so wärst du ein Philosoph (oder: ein Freund der Weisheit) geblieben."
(5) Michael Massing: "Informationspolitik. Wie Macht, Wirtschaft und Religion in den USA die Medien beeinflussen"; Lettre International; Sommer Ausgabe 2006 (Heft 73)
(6) Jürgen Habermas: „Political communication in media society – Does democracy still enjoy an epistemic dimension? The impact of normative theory on empirical research”. Rede vom 20. Juni 2006 in Dresden anlässlich der Konferenz der International Communication Association (ICA). (Stand 25.07.2006)
(7) "Allow me in passing a remark on the Internet which counterbalances the seeming deficits that stem from the impersonal and asymmetrical character of broadcasting by reintroducing deliberative elements in electronic communication. The Internet has certainly reactivated the grass-roots of an egalitarian public of writers and readers. However, computer-mediated communication in the Web can claim unequivocal democratic merits only for a special context: it can undermine the censorship of authoritarian regimes who try to control and repress public opinion. However, computer-mediated communication in the Web can claim unequivocal democratic merits only for a special context: it can undermine the censorship of authoritarian regimes who try to control and repress public opinion." aus: Jürgen Habermas: „Political communication in media society – Does democracy still enjoy an epistemic dimension? The impact of normative theory on empirical research”. Rede vom 20. Juni 2006 in Dresden anlässlich der Konferenz der International Communication Association (ICA). (Stand 25.07.2006)
(8) Ich habe die folgenden Ideen in der Notiz "Blogs als Bühne des Vortrefflichen" ausführlicher beschrieben.
(9) und nicht in ihrer Funktion als Tagungsort der ekklesia
(10) allenfalls berufliche Rücksichtsnahmen, die durch anonymes Auftretetn im Internet umgangen werden können
(11) Hannah Arendt: "Vita activa oder Vom tätigen Leben"; München 2005; S. 61
Hokey (Gast) - Sa, Aug 26, 2006

Schöner Beitrag

Wie so oft: Ein sehr schöner Beitrag, der zum Nachdenken anregt!

Danke schön,
Hokey
finanzfiasko - Sa, Aug 26, 2006

sic transit gloria burundi - äh, mundi

Hallo, Sie Lateiner und Zitierer. Nicht nur der Beitrag hier, den ich kurz zitiert bzw. zu dem ich verlinkt habe, das ganze Blog Axonassi (wie unzulässig ist diese Genitivbildung?) gehört zum Feinsten und Wohlschmeckendsten, das ich entdecken konnte. Der Titel "Blogs als Bühne des Vortrefflichen" wäre nicht mal mir eingefallen. Die zu bloggenden grüßen Dich. Mauthner.
Julio Lambing - Sa, Aug 26, 2006

Die Übernächtigten danken... Was den Genitiv angeht, sind die Graecisten vermutlich besser informiert. Ich bin derzeit zu lahm zum denken und geh mich jetzt erholen..

Mauthner ist auch ein schöner Name...
EuRo (Gast) - Mi, Aug 30, 2006

Mauthner?

Die Seiten der Mauthner-Gesellschaft sind seit 2004 verschwunden.
Wer damals diesen Quell der Erbauung gelesen, aber noch nicht alles durch hat, dem habe ich eine gute Nachricht zu überbringen.mailto:euro@dauerfeuerverarsche.de Betreff:Mauthner
allesfliesst - Do, Jul 12, 2007

wow - der beitrag ist zwar schon älter, gehört aber zum interessantesten, was ich bislang in der blogosphäre zum thema virtuosität (bin beim suchen danach drauf gestoßen) gefunden habe. man hört u.a. hannah arendt durch, die mich in diesem zusammenhang auch sehr interessiert. politische virtuosität - vielleicht hast du lust, zu dem thema mal was bei uns auf wasistvirtuos? zum besten zu geben? würde mich sehr freuen.

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