Fortunas rote Backen 3
Also machen wir hier mal den Bachofen -- oder so was ähnliches:
Fortuna ist seit Machiavelli zur Ehefrau des Politikers domestiziert. Einerseits hat sie ein gewisses Maß an Selbstständigkeit, andererseits kann man sie auch mit ein paar Hieben oder mit Leidenschaft gefügig machen. Gemeinsam lenkt man die Geschicke eines Landes. Der Politiker herrscht und befiehlt, sei es nun auf eigene Rechnung, oder als Ausdruck der Idee, dass Demokratie die Bereitschaft eines jeden zum Herrschen und Beherrscht werden ist.
Fortuna war einst die freie ungebundene Frau, die sich den Sakralkönig eines Volkes als Geliebten hielt. Der Sakralkönig war Teil eines menschlichen Bezuggewebes, in dem er eine bestimmte Funktion innehatte, aber nicht der Herrscher war. Er verkörperte zwar das Volk, aber nicht wie der absolutistische Herrscher - eher vielleicht wie ein Maskottchen. Politik ist Geschäft des Volkes, Politik ist nicht Herrschaft. Der Zufall lässt sich nicht zwingen, sondern geht eine freiwillige Liäson mit dem Volk - in Form seines Sakralkönigs - ein, kommt und geht, wie es ihm beliebt. Ohne Herrschaftsambitionen, ganz in Widerspiegelung zur Politik.
Die Orgie ist Ausdruck dieses erotischen Spiels zwischen Volk und Zufall, Orgie wäre ein Ausdruck für die kreative, fruchtbare, aber immer auch risikoreíche Politik, bei der alles auf Augenhöhe, aber auch in Freiheit stattfindet.
Fortuna weiß um den Standesmakel, wenn sie den Sakralkönig liebt. Was heisst das?
Fortuna ist seit Machiavelli zur Ehefrau des Politikers domestiziert. Einerseits hat sie ein gewisses Maß an Selbstständigkeit, andererseits kann man sie auch mit ein paar Hieben oder mit Leidenschaft gefügig machen. Gemeinsam lenkt man die Geschicke eines Landes. Der Politiker herrscht und befiehlt, sei es nun auf eigene Rechnung, oder als Ausdruck der Idee, dass Demokratie die Bereitschaft eines jeden zum Herrschen und Beherrscht werden ist.
Fortuna war einst die freie ungebundene Frau, die sich den Sakralkönig eines Volkes als Geliebten hielt. Der Sakralkönig war Teil eines menschlichen Bezuggewebes, in dem er eine bestimmte Funktion innehatte, aber nicht der Herrscher war. Er verkörperte zwar das Volk, aber nicht wie der absolutistische Herrscher - eher vielleicht wie ein Maskottchen. Politik ist Geschäft des Volkes, Politik ist nicht Herrschaft. Der Zufall lässt sich nicht zwingen, sondern geht eine freiwillige Liäson mit dem Volk - in Form seines Sakralkönigs - ein, kommt und geht, wie es ihm beliebt. Ohne Herrschaftsambitionen, ganz in Widerspiegelung zur Politik.
Die Orgie ist Ausdruck dieses erotischen Spiels zwischen Volk und Zufall, Orgie wäre ein Ausdruck für die kreative, fruchtbare, aber immer auch risikoreíche Politik, bei der alles auf Augenhöhe, aber auch in Freiheit stattfindet.
Fortuna weiß um den Standesmakel, wenn sie den Sakralkönig liebt. Was heisst das?
Julio Lambing - Di, Feb 06, 2007 - Zettelkasten: Fortuna







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