Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Die bunte Vielfalt der Gelüste: heute chinesische Götter

SM ist entgegen manchen Mutmaßungen nicht nur eine christliche Angelegenheit. Hans Peter Duerr zu einem magischen Zwangsritual zum Regenmachen (- weiß man's, warum sich eine Gottheit so etwas antut?):

"Solche magischen Zwangsrituale finden sich bereits im alten China. Dabei gab es drei Stufen der Nötigung. Der Kaiser konnte eine Gottheit, die sich unwillig zeigte, Regenfälle herbeizuführen, degradieren, ihren Tempel schließen oder sie verbannen. Die nächste Stufe bestand darin, das Kultbild der Gottheit in die glühende Sonne zu stellen, und die lezte war, das Kultbild so lange zu peitschen, bis es anfing zu regnen. Cf. A.P. Cohen, ["Concerning the Rain Deities in Ancient China", History of Religions] 1978, S. 248 f., 252."
Hans Peter Duerr: "Sedna oder die Leibe zum Leben"; Frankfurt a.M. 1984 2. Auflage; S. 414


Derzeit unnötig, aber gut zu merken, wenn mal Bedarf besteht.
nerone (Gast) - Do, Jun 14, 2007

RAINDROPS KEEP FALLING...

So wird das also in china gemacht.
Ist das Urbild des Gottes im Regen und unter der Knute jenes, welches - der medialen Bestandsaufnahme folgend - vor allem Chefs, Manager und andere Machtmenschen antreibt sich erniedrigen zu lassen?

Was, möchte man fragen, erhoffen sich die so gequälten außer der Erlösung von ihren Phantasien?

Danke für das Bild!

nerone
IkarosSikinnos - Mi, Jun 20, 2007

kein urbild

Ach wie schön, wenn das Kraftverhältnis umgedreht wird. Das zeigt wie wirklich die Augenhöhe ist und auch Götter verlieren, wenn sie doof faulenzen und ihrer Aufgabe nicht entsprechen. Bei mir ist bald Apollon fällig, hehe...
...obschon der Atem von Göttern meistens länger geht.

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