Stoßseufzer
Der CSD-Zug schien mir diesmal irgendwie lahm. Ich rätsele woran es lag. An mir, an der direkten Publikumsumgebung in der "Breiten Straße", am Zug? Trotz der vielen Reize, die mich dankbar sein lassen, in einer so schillerndern und freizügigen Zeit wie der jetzigen leben zu können, eine seltsame Reizlosigkeit.
Apropos Reizlosigkeit:
Ich hab ja mal die geistige Reizlosigkeit im Umfeld der Polyamoureusen angesprochen, weil es mir allzu einfach auf das private Glück zielt und eine gewisse Widerständigkeit im überindividuellen, politischen Sinne zu fehlen scheint. (Eine Bemerkung, die man mir anscheinend übel nahm.) Aber nach ein jüngsten Durchsicht diverser Blogbeiträge muss ich sagen: Noch wesentlich unangenehmer als dieser Umstand sind mir linke Kritiker und Adepten/innen der "Cultural Studies", die mit ihrer abtörnenden Sprache über die Lust an der freien Liebe so schreiben, daß auch noch die letzte Liebe aus den Buchstaben gepresst wird. Die verorten dann ganz schlau die Polyamory in ihrer Systemkritik, ob sie kleinbürgerlich oder subversiv, Folge des Spätkapitalismus oder perfide Wendung der bürgerlich-patriachalen Ideologie ist. Man schüttelt sich, wenn man die Texte liest.
Also Polyamoreuse, lasst euch von den Kadern und den queertheoretischen Jüngern nicht beeindrucken*, auch nicht wenn sie über die mangelnde Qualität eurer Texte, Blogs, Arbeiten oder Gedanken herziehen. Im Zweifelsfall bleibt doch bitte bei euren einfachen, von mir aus oft naiven, aber wenigstens lebendigen Bildern und Argumenten. Sie sind für das Liebe allemal besser.
* habt ihr ja bei mir auch nicht
Apropos Reizlosigkeit:
Ich hab ja mal die geistige Reizlosigkeit im Umfeld der Polyamoureusen angesprochen, weil es mir allzu einfach auf das private Glück zielt und eine gewisse Widerständigkeit im überindividuellen, politischen Sinne zu fehlen scheint. (Eine Bemerkung, die man mir anscheinend übel nahm.) Aber nach ein jüngsten Durchsicht diverser Blogbeiträge muss ich sagen: Noch wesentlich unangenehmer als dieser Umstand sind mir linke Kritiker und Adepten/innen der "Cultural Studies", die mit ihrer abtörnenden Sprache über die Lust an der freien Liebe so schreiben, daß auch noch die letzte Liebe aus den Buchstaben gepresst wird. Die verorten dann ganz schlau die Polyamory in ihrer Systemkritik, ob sie kleinbürgerlich oder subversiv, Folge des Spätkapitalismus oder perfide Wendung der bürgerlich-patriachalen Ideologie ist. Man schüttelt sich, wenn man die Texte liest.
Also Polyamoreuse, lasst euch von den Kadern und den queertheoretischen Jüngern nicht beeindrucken*, auch nicht wenn sie über die mangelnde Qualität eurer Texte, Blogs, Arbeiten oder Gedanken herziehen. Im Zweifelsfall bleibt doch bitte bei euren einfachen, von mir aus oft naiven, aber wenigstens lebendigen Bildern und Argumenten. Sie sind für das Liebe allemal besser.
* habt ihr ja bei mir auch nicht
Julio Lambing - So, Jul 08, 2007 - Zettelkasten: aphrodisiazein







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