Foucaults Suche nach einer Alternative
Wo anfangen? Bei der Inspiration, die Nietzsche schon umtrieb? Der strukturelle Unterschied zwischen griechischem Heidentum und christlicher/aufgeklärter Gesetzesethik?
Man hat gesehen, wie sich mit dem Christentum eine langsame, aber fortschreitende Veränderung in Bezug auf die Moralen der Antike vollzieht, Moralen, die wesentlich eine Praktik und ein Freiheitsstil waren. Natürlich gab es auch bestimmte Verhaltensnormen, welche die Lebensführung des einzelnen regelten. Aber der Wille, ein moralisches Subjekt zu sein, und die Suche nach einer Ethik der Existenz bestanden in der Antike vor allem in der Anstrengung, seine Freiheit zu bejahen und dem eigenen Leben eine gewisse Form zu geben, in der man sich wiedererkennen konnte, von den anderen anerkannt wurde und worin auch die Nachwelt noch ein Beispiel finden konnte. (...)
Die Idee einer Moral als Gehorsam gegenüber einem Regelkodex ist heute im Verschwinden begriffen und ist schon verschwunden. Und diesem Fehlen von Moral will und muss die Suche nach einer Ästhethik der Existenz antworten.
Michel Foucault: "Eine Ästhetik der Existenz- Gespräch mit Alessandro Fontana"; in: "Von der Freundschaft - Michel Foucault im Gespräch"; Merve Verlag, Berlin
Mal sehen. Der Hinweis ist zwar nützlich, aber wenn MacIntyre in "After Virtue" die Rollenethik heroischer Gesellschaften (siehe Homer) beschreibt, dann ist klar, dass es mehr Alternativen zu den modernen Moralsystemen gibt, als nur die "Ethiken des guten Lebens". Aber verführerisch sind sie schon, diese Ansätze...
Foucaults Weg: Wie Habermas oder Marcuse reichte ihm die Negativität nicht. Er suchte den Fingerzeig, der nicht mehr nur kritisch auf die Machtspiele deutet, sondern auch Alternativen aufzeigt. Keine Utopie, nur eine Alternative, wertfrei beschrieben.
Man hat gesehen, wie sich mit dem Christentum eine langsame, aber fortschreitende Veränderung in Bezug auf die Moralen der Antike vollzieht, Moralen, die wesentlich eine Praktik und ein Freiheitsstil waren. Natürlich gab es auch bestimmte Verhaltensnormen, welche die Lebensführung des einzelnen regelten. Aber der Wille, ein moralisches Subjekt zu sein, und die Suche nach einer Ethik der Existenz bestanden in der Antike vor allem in der Anstrengung, seine Freiheit zu bejahen und dem eigenen Leben eine gewisse Form zu geben, in der man sich wiedererkennen konnte, von den anderen anerkannt wurde und worin auch die Nachwelt noch ein Beispiel finden konnte. (...)
Die Idee einer Moral als Gehorsam gegenüber einem Regelkodex ist heute im Verschwinden begriffen und ist schon verschwunden. Und diesem Fehlen von Moral will und muss die Suche nach einer Ästhethik der Existenz antworten.
Michel Foucault: "Eine Ästhetik der Existenz- Gespräch mit Alessandro Fontana"; in: "Von der Freundschaft - Michel Foucault im Gespräch"; Merve Verlag, Berlin
Mal sehen. Der Hinweis ist zwar nützlich, aber wenn MacIntyre in "After Virtue" die Rollenethik heroischer Gesellschaften (siehe Homer) beschreibt, dann ist klar, dass es mehr Alternativen zu den modernen Moralsystemen gibt, als nur die "Ethiken des guten Lebens". Aber verführerisch sind sie schon, diese Ansätze...
Foucaults Weg: Wie Habermas oder Marcuse reichte ihm die Negativität nicht. Er suchte den Fingerzeig, der nicht mehr nur kritisch auf die Machtspiele deutet, sondern auch Alternativen aufzeigt. Keine Utopie, nur eine Alternative, wertfrei beschrieben.
Lambing - Sa, Dez 11, 2004 - Zettelkasten: Aesthetik der Existenz







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