Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Es wird voll hier

Die zweite Woche hat begonnen. Die Sicherheitsmaßnahmen ziehen nocheinmal an, wie man an der verstärkten Präsenz schwerbewaffneter Polizeieinheiten beobachten kann. Bald werden die Minister eintreffen, der neue australische Regierungschef wird hier seinen Auftritt haben, der indonesische ist ebenfalls unterwegs, Al Gore wird die Tage vorbeikommen und auch der UN-Generalsekretär. Die jeweilige Entourage kommt vorher, und auch diejenigen, die die Nähe der Prominenz aus unterschiedlichen Gründen suchen.

UNFCCC Generalsekretär Yvo de Boer kommt demonstrativ in einem langen, leichten Hemd, wohl aus indonesischer Produktion. Der prozentuale Anteil an Beobachtern und Delegierten, die hier noch mit Jackets, Krawatte oder schwarzen Damenkostüm durch die schwüle Hitze marschieren, hat deutlich abgenommen. Durch ihre Einhaltung des weltweit zwar etablierten, hier und jetzt aber glücklicherweise außer Kraft gesetzten Dress Code kann man die Neuankömmlinge gut erkennen. Der soziale Druck geht mal in die andere Richtung. Finde ich gut, denn gerade von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sehe irgendwie immer aus, als hätte man sie in einen Konfirmandenanzug gesteckt, wenn sie auf "serious" machen.

Die Lobby des Gebäudes in dem die zahlreichen nicht-offziellen Nebenveranstaltungen ("Side Events" genannt) stattfinden, ist regelrecht in einem Belagerungszustand. Die Leute sitzen schon lange nicht mehr nur auf allen verfügbaren Stühlen, sondern kauern vor ihren Laptops am Boden. In den anderen Gebäuden sieht es nicht besser aus. Im großzügig gestalteteten Verhandlungsgebäude ist jeder Stuhl, jede Bank, Jeder Tisch, und oft auch noch die Absätze und Treppenstufen. Für den Computerraum, der eigentlich mit hundert und mehr Arebitsplätze inklusive PC ausgestattet ist, wurden Schilder und Absperrungen auf gestellt: "Seien Sie fair, respektieren Sie die Warteschlange!"

Meine Konsitution ist seit gestern abend nicht die beste: Gestern konnte ich bis spät in die Nacht nicht schlafen. Ein Fahrradtrip von einem Gebäude zu einem anderen hat mich infolge des strahlenden Sonnenscheins innerhalb von Minuten klatschnass gemacht.

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Praxis der Aphrodisia

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