Ursprung des "neuen Menschen"
Bryten Brytenbach schrieb in einer Rede für den Kongress "Der Begriff Fortschritt in unterschiedlichen Kulturen", die er am 25. November 2004 vorlesen lies:
"Die Geschichte ließ sich in jeder Phase als Schritt nach vorwärts verstehen, das wußten wir einfach, und sie kündete von einem wachsenden Bewußtsein, das die Entwicklung von Verbesserungen des Zustands der Menschheit versprach. Der Kampf um die Freiheit wurde vom unvermeidlichen wissenschaftlichen Phänomen des Fortschritts geleitet. Wir würden die nationalen Grenzen abschaffen, und die überflüssigen Grenzlinien der Religiösität. Das menschliche Leben würde sich unaufhörlich mit wachsender Industrialisierung, schnellerer Kommunikation, zunehmender Mobilität, mit Antibiotika und Plastik verbessern...
Das im Kern westliche Konzept vom ‚Neuen Menschen', das vermutlich auf der sehr frühen christlichen Forderung nach ‚Bekehrung' basiert - und damit auf der Möglichkeit, ‚wiedergeboren' zu werden und nach dem ‚vollkommenen' Leben zu trachten - wurde zum Fundament unserer Utopie. Mit der Freiheit ging es voran. Außerdem wußten wir, wer der Feind war. Wir würden das Gefüge von Ungerechtigkeit und unrechtmäßig erworbenem Reichtum niederreißen, um dem Fortschritt den Weg zu ebenen; wir würden einen Krieg um den Frieden führen!"
Vor allem die Vermutung hinsichtlich der geistesgeschichtliche Hintergründe des "Neuen Menschen" scheint mir interessant. Hier liegt auch eine Verbindung zum Menschen vor, der in das "Reich Gottes" eingetreten ist - ob es schon zu Lebzeiten Jesu anbrach oder erst nach der Apokalypse kommen wird.
"Die Geschichte ließ sich in jeder Phase als Schritt nach vorwärts verstehen, das wußten wir einfach, und sie kündete von einem wachsenden Bewußtsein, das die Entwicklung von Verbesserungen des Zustands der Menschheit versprach. Der Kampf um die Freiheit wurde vom unvermeidlichen wissenschaftlichen Phänomen des Fortschritts geleitet. Wir würden die nationalen Grenzen abschaffen, und die überflüssigen Grenzlinien der Religiösität. Das menschliche Leben würde sich unaufhörlich mit wachsender Industrialisierung, schnellerer Kommunikation, zunehmender Mobilität, mit Antibiotika und Plastik verbessern...
Das im Kern westliche Konzept vom ‚Neuen Menschen', das vermutlich auf der sehr frühen christlichen Forderung nach ‚Bekehrung' basiert - und damit auf der Möglichkeit, ‚wiedergeboren' zu werden und nach dem ‚vollkommenen' Leben zu trachten - wurde zum Fundament unserer Utopie. Mit der Freiheit ging es voran. Außerdem wußten wir, wer der Feind war. Wir würden das Gefüge von Ungerechtigkeit und unrechtmäßig erworbenem Reichtum niederreißen, um dem Fortschritt den Weg zu ebenen; wir würden einen Krieg um den Frieden führen!"
Vor allem die Vermutung hinsichtlich der geistesgeschichtliche Hintergründe des "Neuen Menschen" scheint mir interessant. Hier liegt auch eine Verbindung zum Menschen vor, der in das "Reich Gottes" eingetreten ist - ob es schon zu Lebzeiten Jesu anbrach oder erst nach der Apokalypse kommen wird.
Julio Lambing - Do, Jan 27, 2005 - Zettelkasten: Wassermannzeitalter






