Johannes Heinrich - erste Lektüre
Johannes Heinrich: „Sprung aus dem Teufelskreis – Sozialethische Wirtschaftstheorie, Band 1“ Neuauflage 2005.
Das Buch des ehemaligen katholischen Sozialethikers habe ich ersteinmal unterschätzt. Mangelhaft redigiert, sprunghaft geschrieben. Auch das Deutsch ist nicht immer glücklich. Allerdings eine Verknüpfung der liberalistischen Zinstheorie von Silvio Gesell mit den sozialökonomischen Analysen von Marx, was an sich schon originell ist. Und eine Fülle von Hinweisen auf unorthodoxe Vertreter der katholischen Soziallehre:
Wilhelm Horloff, Franz Hitze, Karl von Vogelsang, Emmanuel Mounier, Johannes Ude, Johannes Kleinhappel. Wichtiger Hinweis ist auch, sich die Zinskritik bei Thomas von Aquin nocheinmal anzuschauen - in seiner Rezeption weniger des biblischen Zinsverbotes sondern der aristotelischen Argumentation.
Was den theoretischen Entwurf (sowohl politologisch als auch soziologisch) angeht habe ich mir noch kein abschließendes Urteil gebildet. Die Vorstellungen über Nationen scheinen mir etwas naiv, das viergliedrige Gesellschaftskonzept versteckt platonisch. Allerdings erinnert die Aufteilung in unterschiedliche Sphären an Michael Walzers Ideen.
Interessant scheint mir, dass sich auch in dem Buch eine Vernetzung bestimmter „freiwirtschaftlicher“, esoterischer, ökospiritueller, anthroposophischem, tiefenökologischen, kommunitärer und basisdemokratischen Subszenen mit gesellschaftskritischer Stossrichtung zeigt. Noch etwas unausgegoren, aber das Bedürfnis zur Vernetzung scheint stark.
Das Buch des ehemaligen katholischen Sozialethikers habe ich ersteinmal unterschätzt. Mangelhaft redigiert, sprunghaft geschrieben. Auch das Deutsch ist nicht immer glücklich. Allerdings eine Verknüpfung der liberalistischen Zinstheorie von Silvio Gesell mit den sozialökonomischen Analysen von Marx, was an sich schon originell ist. Und eine Fülle von Hinweisen auf unorthodoxe Vertreter der katholischen Soziallehre:
Wilhelm Horloff, Franz Hitze, Karl von Vogelsang, Emmanuel Mounier, Johannes Ude, Johannes Kleinhappel. Wichtiger Hinweis ist auch, sich die Zinskritik bei Thomas von Aquin nocheinmal anzuschauen - in seiner Rezeption weniger des biblischen Zinsverbotes sondern der aristotelischen Argumentation.
Was den theoretischen Entwurf (sowohl politologisch als auch soziologisch) angeht habe ich mir noch kein abschließendes Urteil gebildet. Die Vorstellungen über Nationen scheinen mir etwas naiv, das viergliedrige Gesellschaftskonzept versteckt platonisch. Allerdings erinnert die Aufteilung in unterschiedliche Sphären an Michael Walzers Ideen.
Interessant scheint mir, dass sich auch in dem Buch eine Vernetzung bestimmter „freiwirtschaftlicher“, esoterischer, ökospiritueller, anthroposophischem, tiefenökologischen, kommunitärer und basisdemokratischen Subszenen mit gesellschaftskritischer Stossrichtung zeigt. Noch etwas unausgegoren, aber das Bedürfnis zur Vernetzung scheint stark.
Julio Lambing - Mi, Jun 01, 2005 - Zettelkasten: Wirtschaft







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