Kann man afrikanische Heilungssysteme verstehen?
"Das Problem der traditionellen Heilung in Afrika wurde und wird bei uns unter dem Stichwort "schwarze Magie" verhandelt. Die Arbeit der Herbalisten wird im besten Falle "weiße Magie" genannt, die afrikanischen Heiler "Zauberdoktoren". Mit solchen Bezeichnungen und Einordnungen ist vieles über uns selbst und über unsere Begegnung mit Fremden ausgesagt, über Heilung in fremdkulturellem Kontext jedoch gar nichts. Wir müssen hier einen intensiven Lernprozess durchmachen, denn mit einer derartigen Terminologie verstärken wir die Diskommunikation, statt das Verstehen zu fördern.
Ich will das verdeutlichen. Vor einigen Jahren wurde ich von einem Kollegen der Ingenieurwissenschaften einer Nachbaruniversität angerufen. Ich möchte seiner Familie helfen. Seine Tochter sei in die Hände eines afrikanischen Zauberers geraten und verweigere jede medizinische Versorgung. Da sie Dialysepatientin sei, ginge es um Leben und Tod. Sie selbst wären in dem Haus des Afrikaners, der dort afrikanische Trommelkurse durchführte und eine kleine Gruppe junger Menschen um sich gesammelt hatte, die sich von afrikanischer Kultur und Musik faszinieren ließen, einmal zu Besuch gewesen und hätten schreckliche Dinge erlebt: Tierverwandlung u.ä. Mit Schrecken, so erzählte mir später auch der Schwiegersohn, seien sie aus dem Haus gestürmt, nachdem sie bei einer solchen Verwandlungsszene von einem wilden Tier angefallen worden seien.
Selbstverständlich waren wir, meine Frau und ich, sofort bereit zu kommen und gingen mit großer Neugier in diese "Höhle des Löwen". Wie er- wartet, trafen wir einen reizenden Westafrikaner an, der mit allen Insignien eines Heilers ausgestattet war, auch seinem Haus die Attribute eines Ahnenhauses gegeben hatte. Wir hatten mit ihm sofort den besten Kontakt. Er lud uns zu einer hinreißenden Trommel-Session ein, in die Tiertänze eingebaut waren.
Während der Unterhaltung kamen zwei Polizisten und die Amtsärztin ins Haus, offenbar um dem "magischen Treiben" ein Ende zu setzen. Das folgende Gespräch habe ich noch im Ohr. Barsch und von oben herab sagte einer der Polizisten: "Zeigen Sie mal Ihr Schamanenzertifikat". Der Afrikaner: "Was ist ein Schamane?" Der Polizist: "Was, Sie wollen ein Schamane sein und wissen nicht einmal was das ist?!" -Pause. "Dann zei-
gen Sie jedenfalls Ihr Zertifikat". Darauf der Afrikaner lachend: "Ein Zertifikat, dass ich ein Heiler bin? Das brauche ich nicht. Fragen Sie doch Prof. Sundermeier. Er schaut mich an und weiß, dass ich ein ausgebildeter Heiler bin." Der Polizist suchte nach einem Zeugnis. Das kann für ihn nur ein Papier mit Stempel sein. Den afrikanischen "Ausweis", die Symbole der Kleidung (die zu spitzen "Dornen" geflochtenen Haare, die Nadeln in den Haaren, die Amulette) konnte er nicht lesen und ordnete sie entsprechend falsch ein. (1)
Die Unfähigkeit, die Zeichenschrift der anderen Kultur lesen zu können, ist ein wechselseitiges Geschehen. Das ist der Grund, warum die medizinischen Systeme nicht einfach von einer Kultur zur anderen auswechselbar und übertragbar sind.
Ich unterrichtete im Zululand/Südafrika Klinische Seelsorgeausbildung. Die Niederschriften der Gespräche, die die Studenten nach ihren Krankenbesuchen in einem Missionshospital zur Besprechung mitbrachten, endeten auffallend oft mit der Bemerkung des Patienten/der Patientin: "Ich verstehe nicht, was der weiße Doktor tut. Ich werde zum (afrikanischen) Medizinmann gehen, damit ich gesund werde. Was der tut, verstehe ich." Deutlicher kann der Gegensatz nicht herausgestellt werden. Mir als Europäer ging es umgekehrt. Was der europäische Arzt tat, konnte ich verstehen, aber die Handlungen des afrikanischen. So ging es mir jedenfalls bis dahin. Nach der Literatur war ja afrikanische Heilpraxis nur magische Geheimniskrämerei, die bewusst im Dunkeln geschieht und nur wirksam ist, weil sie im Dunkeln geschieht. Die abendländische Medizin dagegen wird am hellen Tageslicht verabreicht, sie ist logisch und rational.
Den afrikanischen Patienten erschien das durchaus nicht so. Was aber war für sie unverständlich? Ich rekapituliere aus dem Gedächtnis: "Der Doktor schaut mich nicht an." "Er fragt mich nie nach meiner Familie." "Er gibt die Spritze mit der linken Hand." "Manchmal gebraucht er vorher harsche Worte." "Wenn Streit
beim Personal war, schlichtet er ihn vorher nicht." "Er lässt eine schwangere Schwester die Medizin austeilen."
Das alles scheint nach abergläubischen Tabugesetzen zu klingen, die in magischen Vorstellungen gründen und das Misstrauen europäischer Medizin gegenüber zur Folge haben und Heilung verhindern. Übersetzen wir je- doch die Symbolsprache der einfachen Anfragen in unsere Terminologie, entsteht ein anderes Bild: Der Arzt nimmt mich in meiner sozialen Situation nicht ernst, das ist der Kern der Klage. Meine Krankheit hat immer etwas mit den Sozialbeziehungen zu tun. Danach fragt der Arzt nicht. Er kuriert an den Symptomen, er sucht nicht die Ursache. Er tut alles "mit links ab". Die linke Hand ist falsch, unberechenbar. Wenn er mir gute Medizin gäbe, müsste sie auch gut und richtig, d.h. mit der rechten Hand überreicht werden. Inhalt und Darreichung vermitteln eine Botschaft, sind Zeichen, Symbol. Heilung heißt, den Frieden finden, so dass ich wieder in Harmonie in meiner Familie leben kann. Dann darf auch beim Pflegepersonal kein Streit sein. Heilung kann nur in friedlicher Atmosphäre geschehen, in der ich mich akzeptiert fühle. Und schließlich: in meiner Kultur ist "Kühle" das Symbol des Friedens. Wer in Frieden lebt, ist kühl, wie reines, fließendes Wasser. Eine schwangere Frau gilt aber bei uns als "heiß", ist "rot". Sie gefährdet die "weißen" Pillen, die Heilung (= Frieden) bewirkende Kraft der Medizin.
(...)
Und wie reagieren die etablierten christlichen Kirchen? Wie werden sie mit dem hier zur Debatte stehenden Problem fertig? Sie haben lange Zeit einseitig auf die teure westliche medizinische Versorgung gesetzt und die anderen Praktiken als Zauberei und Magie abgetan. Sie konnten wohl auch nicht anders. Dennoch hat heute ein Dialog mit den Unabhängigen Kirchen begonnen, Impulse werden aufgenommen. In der Entwicklungshilfe erinnert man sich der traditionalen Medizinen. Die Kirchen haben deutlich erkannt, dass Krankheit auch als seelisches Problem angesehen werden muss, Heilung wird in den Gottesdienst hineingenommen.
Im Einzelfall hat es das auf gelungene Weise schon immer gegeben. Dafür abschließend ein Beispiel aus dem Zululand/Südafrika. Zu einem meiner Kollegen am College kam eine Frau aus der benachbarten Gemeinde. Sie hatte keine Kinder, in Afrika eine der schwersten "Krankheiten", die auf tiefe, moralische Verfehlungen hinweist und als Strafe und Schande angesehen wird. Sie bat den Missionar, mit ihr zu beten, auf dem Sabuyasi, einem relativ hohen Tafelberg nahe der Gemeinde, der in der traditionalen Religion als heilig und als "Berg Gottes" angesehen war. Nein, nicht nur in der Kirche, sondern ganz nah bei Gott wollte sie beten.
Am nächsten Morgen, noch vor Sonnenauf- gang, traf man sich am Fuße des Berges. Die Frau war ganz in weiß gekleidet. Selbst das Gesangbuch hatte sie noch in weißes Papier eingeschlagen. Die Symbolfarbe ist Bekenntnis und Bitte in einem: unschuldig und rein wie ein Kind ist sie, Frieden möchte sie haben. Der Pfarrer hatte den Talar angezogen. Dies war kein einfacher, normaler Berganstieg, es war ein Ritus, eine liturgische Prozession. Gut eine Stunde dauerte der Anstieg. Oben angekommen, kniete man nieder zum Gebet. Alles was die Frau auf ihrem Herzen hatte, trug sie laut und klagend vor. Ihr ganzes Leben kam wie ein reißender Strom über ihre Lippen: Die Demütigungen, die sie in der Nachbarschaft wegen der Kinderlosigkeit ertragen musste, das Leid, das sie ihrem Mann durch ihre Kinderlosigkeit angetan hat, die Verachtung durch die weitere Familie. Bekenntnis, Gebet, Klage, Lieder -eine Litanei menschlichen Leides, die durch die Segenshandlung abgeschlossen wurde. Es war schon hoher Mittag, als man vom Berg herunterstieg.
Es hängt vom Standpunkt des Betrachters ab, ob er diesen "Gottesdienst" als therapeutische Liturgie oder als liturgische Therapie ansehen will. In jedem Fall sind hier afrikanisches Symbol handeln und christliche Glaubensüberzeugung zu einem gelungenen Ganzen verschmolzen. Neues Leben eröffnete sich für die Frau in der Gemeinschaft. Nach einem Jahr bekam sie ein Kind.
(1) Dieses Fallbeispiel habe ich ausführlicher dargestellt und interpretiert in: Den Fremden verstehen. Eine praktische Hermeneutik, Göttingen 1996, 155 ff."
Theo Sundermeier:" Kann man fremde Heilungssysteme verstehen?
Das Beispiel afrikanischer Medizin"* in: Reinhard Hempelmann, Ulrich Dehn (Hrsg.): "Dialog und Unterscheidung Religionen und neue religiöse Bewegungen im Gespräch - Festschrift für Reinhart Hummel"; S. 223 - 234
Ich will das verdeutlichen. Vor einigen Jahren wurde ich von einem Kollegen der Ingenieurwissenschaften einer Nachbaruniversität angerufen. Ich möchte seiner Familie helfen. Seine Tochter sei in die Hände eines afrikanischen Zauberers geraten und verweigere jede medizinische Versorgung. Da sie Dialysepatientin sei, ginge es um Leben und Tod. Sie selbst wären in dem Haus des Afrikaners, der dort afrikanische Trommelkurse durchführte und eine kleine Gruppe junger Menschen um sich gesammelt hatte, die sich von afrikanischer Kultur und Musik faszinieren ließen, einmal zu Besuch gewesen und hätten schreckliche Dinge erlebt: Tierverwandlung u.ä. Mit Schrecken, so erzählte mir später auch der Schwiegersohn, seien sie aus dem Haus gestürmt, nachdem sie bei einer solchen Verwandlungsszene von einem wilden Tier angefallen worden seien.
Selbstverständlich waren wir, meine Frau und ich, sofort bereit zu kommen und gingen mit großer Neugier in diese "Höhle des Löwen". Wie er- wartet, trafen wir einen reizenden Westafrikaner an, der mit allen Insignien eines Heilers ausgestattet war, auch seinem Haus die Attribute eines Ahnenhauses gegeben hatte. Wir hatten mit ihm sofort den besten Kontakt. Er lud uns zu einer hinreißenden Trommel-Session ein, in die Tiertänze eingebaut waren.
Während der Unterhaltung kamen zwei Polizisten und die Amtsärztin ins Haus, offenbar um dem "magischen Treiben" ein Ende zu setzen. Das folgende Gespräch habe ich noch im Ohr. Barsch und von oben herab sagte einer der Polizisten: "Zeigen Sie mal Ihr Schamanenzertifikat". Der Afrikaner: "Was ist ein Schamane?" Der Polizist: "Was, Sie wollen ein Schamane sein und wissen nicht einmal was das ist?!" -Pause. "Dann zei-
gen Sie jedenfalls Ihr Zertifikat". Darauf der Afrikaner lachend: "Ein Zertifikat, dass ich ein Heiler bin? Das brauche ich nicht. Fragen Sie doch Prof. Sundermeier. Er schaut mich an und weiß, dass ich ein ausgebildeter Heiler bin." Der Polizist suchte nach einem Zeugnis. Das kann für ihn nur ein Papier mit Stempel sein. Den afrikanischen "Ausweis", die Symbole der Kleidung (die zu spitzen "Dornen" geflochtenen Haare, die Nadeln in den Haaren, die Amulette) konnte er nicht lesen und ordnete sie entsprechend falsch ein. (1)
Die Unfähigkeit, die Zeichenschrift der anderen Kultur lesen zu können, ist ein wechselseitiges Geschehen. Das ist der Grund, warum die medizinischen Systeme nicht einfach von einer Kultur zur anderen auswechselbar und übertragbar sind.
Ich unterrichtete im Zululand/Südafrika Klinische Seelsorgeausbildung. Die Niederschriften der Gespräche, die die Studenten nach ihren Krankenbesuchen in einem Missionshospital zur Besprechung mitbrachten, endeten auffallend oft mit der Bemerkung des Patienten/der Patientin: "Ich verstehe nicht, was der weiße Doktor tut. Ich werde zum (afrikanischen) Medizinmann gehen, damit ich gesund werde. Was der tut, verstehe ich." Deutlicher kann der Gegensatz nicht herausgestellt werden. Mir als Europäer ging es umgekehrt. Was der europäische Arzt tat, konnte ich verstehen, aber die Handlungen des afrikanischen. So ging es mir jedenfalls bis dahin. Nach der Literatur war ja afrikanische Heilpraxis nur magische Geheimniskrämerei, die bewusst im Dunkeln geschieht und nur wirksam ist, weil sie im Dunkeln geschieht. Die abendländische Medizin dagegen wird am hellen Tageslicht verabreicht, sie ist logisch und rational.
Den afrikanischen Patienten erschien das durchaus nicht so. Was aber war für sie unverständlich? Ich rekapituliere aus dem Gedächtnis: "Der Doktor schaut mich nicht an." "Er fragt mich nie nach meiner Familie." "Er gibt die Spritze mit der linken Hand." "Manchmal gebraucht er vorher harsche Worte." "Wenn Streit
beim Personal war, schlichtet er ihn vorher nicht." "Er lässt eine schwangere Schwester die Medizin austeilen."
Das alles scheint nach abergläubischen Tabugesetzen zu klingen, die in magischen Vorstellungen gründen und das Misstrauen europäischer Medizin gegenüber zur Folge haben und Heilung verhindern. Übersetzen wir je- doch die Symbolsprache der einfachen Anfragen in unsere Terminologie, entsteht ein anderes Bild: Der Arzt nimmt mich in meiner sozialen Situation nicht ernst, das ist der Kern der Klage. Meine Krankheit hat immer etwas mit den Sozialbeziehungen zu tun. Danach fragt der Arzt nicht. Er kuriert an den Symptomen, er sucht nicht die Ursache. Er tut alles "mit links ab". Die linke Hand ist falsch, unberechenbar. Wenn er mir gute Medizin gäbe, müsste sie auch gut und richtig, d.h. mit der rechten Hand überreicht werden. Inhalt und Darreichung vermitteln eine Botschaft, sind Zeichen, Symbol. Heilung heißt, den Frieden finden, so dass ich wieder in Harmonie in meiner Familie leben kann. Dann darf auch beim Pflegepersonal kein Streit sein. Heilung kann nur in friedlicher Atmosphäre geschehen, in der ich mich akzeptiert fühle. Und schließlich: in meiner Kultur ist "Kühle" das Symbol des Friedens. Wer in Frieden lebt, ist kühl, wie reines, fließendes Wasser. Eine schwangere Frau gilt aber bei uns als "heiß", ist "rot". Sie gefährdet die "weißen" Pillen, die Heilung (= Frieden) bewirkende Kraft der Medizin.
(...)
Und wie reagieren die etablierten christlichen Kirchen? Wie werden sie mit dem hier zur Debatte stehenden Problem fertig? Sie haben lange Zeit einseitig auf die teure westliche medizinische Versorgung gesetzt und die anderen Praktiken als Zauberei und Magie abgetan. Sie konnten wohl auch nicht anders. Dennoch hat heute ein Dialog mit den Unabhängigen Kirchen begonnen, Impulse werden aufgenommen. In der Entwicklungshilfe erinnert man sich der traditionalen Medizinen. Die Kirchen haben deutlich erkannt, dass Krankheit auch als seelisches Problem angesehen werden muss, Heilung wird in den Gottesdienst hineingenommen.
Im Einzelfall hat es das auf gelungene Weise schon immer gegeben. Dafür abschließend ein Beispiel aus dem Zululand/Südafrika. Zu einem meiner Kollegen am College kam eine Frau aus der benachbarten Gemeinde. Sie hatte keine Kinder, in Afrika eine der schwersten "Krankheiten", die auf tiefe, moralische Verfehlungen hinweist und als Strafe und Schande angesehen wird. Sie bat den Missionar, mit ihr zu beten, auf dem Sabuyasi, einem relativ hohen Tafelberg nahe der Gemeinde, der in der traditionalen Religion als heilig und als "Berg Gottes" angesehen war. Nein, nicht nur in der Kirche, sondern ganz nah bei Gott wollte sie beten.
Am nächsten Morgen, noch vor Sonnenauf- gang, traf man sich am Fuße des Berges. Die Frau war ganz in weiß gekleidet. Selbst das Gesangbuch hatte sie noch in weißes Papier eingeschlagen. Die Symbolfarbe ist Bekenntnis und Bitte in einem: unschuldig und rein wie ein Kind ist sie, Frieden möchte sie haben. Der Pfarrer hatte den Talar angezogen. Dies war kein einfacher, normaler Berganstieg, es war ein Ritus, eine liturgische Prozession. Gut eine Stunde dauerte der Anstieg. Oben angekommen, kniete man nieder zum Gebet. Alles was die Frau auf ihrem Herzen hatte, trug sie laut und klagend vor. Ihr ganzes Leben kam wie ein reißender Strom über ihre Lippen: Die Demütigungen, die sie in der Nachbarschaft wegen der Kinderlosigkeit ertragen musste, das Leid, das sie ihrem Mann durch ihre Kinderlosigkeit angetan hat, die Verachtung durch die weitere Familie. Bekenntnis, Gebet, Klage, Lieder -eine Litanei menschlichen Leides, die durch die Segenshandlung abgeschlossen wurde. Es war schon hoher Mittag, als man vom Berg herunterstieg.
Es hängt vom Standpunkt des Betrachters ab, ob er diesen "Gottesdienst" als therapeutische Liturgie oder als liturgische Therapie ansehen will. In jedem Fall sind hier afrikanisches Symbol handeln und christliche Glaubensüberzeugung zu einem gelungenen Ganzen verschmolzen. Neues Leben eröffnete sich für die Frau in der Gemeinschaft. Nach einem Jahr bekam sie ein Kind.
(1) Dieses Fallbeispiel habe ich ausführlicher dargestellt und interpretiert in: Den Fremden verstehen. Eine praktische Hermeneutik, Göttingen 1996, 155 ff."
Theo Sundermeier:" Kann man fremde Heilungssysteme verstehen?
Das Beispiel afrikanischer Medizin"* in: Reinhard Hempelmann, Ulrich Dehn (Hrsg.): "Dialog und Unterscheidung Religionen und neue religiöse Bewegungen im Gespräch - Festschrift für Reinhart Hummel"; S. 223 - 234
Julio Lambing - Sa, Jun 11, 2005 - Zettelkasten: Rationalitaet







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