Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Aesthetik der Existenz

Freitag, 13. Juni 2008

Ach so,


...Jens Scholz schreibt ja jetzt für Bild.de. Er kennt Christiane F.s Glatze.
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Mittwoch, 7. Februar 2007

Keine Muse für die Lebenskunst


Es gibt für die techne tou biou kein Muse. Sie wäre auch arbeitslos. Um die Bilderwelt von Ranke-Graves zu benutzen: "The original Muse, or Mountain-goddess, whom the pre-Classical Greeks worshipped on Olympus, Helicon, Parnassus and elsewhere dit not, of course, appear by candellight in a poet's attic and guide his pen; the Muse-trance was a collective one induced at set lunar festivals. The Goddess roder her devotees very much as the voodoo gods of Haiti now ride theirs: causing them to chant and dance ecstatically; though first, no doubt, the tribal poet felt called upon to invoke the Goddess ceremoniously , and provide a ballad refrain - which is still a tribal poet's task in the South Cameroons and other remote perts of West Africa. In Greece by the eighth century B.C., invovacation of the Muse had become a formality - a claim that Sons of Homer could entrance listeners with the harp in a palace courtyard as effectiveley as when stamp of foot and clap of hand beat out the Doddess's dance rhythms on the slopes of a mountain."(1) "It is difficult to discuss the Muse concept in historic terms. Let me begin by saying that a deity must remain an idle abstraction, unless ...
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Montag, 18. September 2006

Aristoteles: Größe in der Tragödie als Nachahmung des edlen Handelns


"Die Tragödie ist Nachahmung einer guten und in sich geschlossenen Handlung von bestimmter Größe, in anziehend geformter Sprache, wobei diese formenden Mittel in den einzelnen Abschnitten je verschieden angewandt werden Nachahmung von Handelnden und nicht durch Bericht, die Jammer und Schaudern hervorruft und hierdurch eine Reinigung von derartigen Erregungszuständen bewirkt. (...) Wir haben festgestellt, daß die Tragödie die Nachahmung einer in sich geschlossenen und ganzen Handlung ist, die eine bestimmte Größe hat; es gibt ja auch etwas Ganzes ohne nennenswerte Größe. Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat. Ein Anfang ist, was selbst nicht mit Notwendigkeit auf etwas anderes folgt, nach dem jedoch natürlicherweise etwas anderes eintritt oder entsteht. Ein Ende ist umgekehrt, was selbst natürlicherweise auf etwas anderes folgt, und zwar notwendigerweise oder in der Regel, während nach ihm nichts anderes mehr eintritt. Eine Mitte ist, was sowohl selbst auf etwas anderes folgt als auch etwas anderes nach sich zieht. Demzufolge dürfen Handlungen, wenn sie gut zusammengefügt sein sollen, nicht an beliebiger ...
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Samstag, 16. September 2006

Vortrefflichkeit und Exemplifikation


Um Vortrefflichkeit im Handeln und Auftreten eines Menschen zu begreifen kann das Handeln und Auftreten eines Mensch selbst als eine Probe von Eigenschaften beschrieben werden, als eine Exemplifikation derselben. "Eine solche Bezugnahme verläuft nicht wie die Denotation von einem Symbol zu dem, worauf es als Etikett zutrifft, sondern in umgekehrter Richtung von Symbol zu bestimmten Etiketten, die auf es oder auf von ihm besessene Eigenschaften zutreffen. Ein alltäglicher Fall ist der eines gelben, karierten Wolltuchs, das als Probe dient. Das Stoffmuster nimmt nicht auf alles Bezug, was es darstellt oder beschreibt oder auf andere Weise denotiert, sondern nur auf seine Eigenschaften "gelb", "kariert" und "aus Wolle", die es denotieren. Es exemplifiziert so jedoch nicht alle seine Eigenschaften oder alle Etiketten, die auf es zutreffen, zum Beispiel nicht seine Größe oder Gestalt. Die Dame, die Kleiderstoff 'genauso wie die Probe' bestellte, wollte ihn nicht in Stücken von 10 x 10 cm mit Zickzackrand." (1) Wenn menschliches Handeln als Probe einige Eigenschaften exemplifiziert, kann es sein dass es nur einigen Hinsichten Eigenschaften gelungen exemplifiziert ...
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Samstag, 2. September 2006

Die personelle Schattenhaftigkeit des Produktes einer Herstellens seiner selbst


Hannah Arendts Kritik am Herstellen noch einmal übertragen auf eine Kritik an der "Sorge um sich selbst" im Modus des Herstellens(1): Diejenige n, die sich selbst als Kunstwerk herstellen, müssen zur intersubjektive Begutachtung und als Möglichkeit zur Korrektur und Verfeinerung eigener Bemühungen den anderen begegnen. Da sich ihr kunstwerkliches Bemühen in allem äussern muss, ist auch jede Begegnung mit den anderen immer ein ein Zurschaustellen eigener Kunstfertigkeit sowohl in der Ausübung als auch im Ergebnis. Ein ganzes soziales Universum an Produzenten, eine ästhetisierte Variante der Allgegenwart des Homo Faber entsteht. Diejenigen die sich auf einem solchen Begutachtungsmarkt zu Schau stellen (auch wenn sie nichts verkaufen - wobei der Selbstverkauf in den Zeiten der Selfmanagement-Strategien und der Allgegenwart des Fromm'schen "Manager-Charakters" eine interessante Spur wäre) ähneln darin den mittelalterlichen Schaumärkten, die die Isolierung des Handwerkes in seinem einsamen Auseinandersetzung mit dem Objekt in die Öffentliche Sichtbarkeit erhoben und ihm so ermöglichten, dass zumindest ein Schatten seiner Personalität ...
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Mittwoch, 23. August 2006

Lebenskunst als Praxis


Platons "Alkibiades" markiert nicht unbedingt historisch, wie Hannah Arendt meint, aber auf jeden Fall kategorial jenen Punkt, an dem "die sich selbst handelnde 'dynamische' Macht des Handelns" erloschen ist.(1) Alkibiades soll lernen über sich selbst zu herrschen, um über andere zu herschen. Der hinter solcher Konzeption der "Sorge um sich sich" stehende Begriff von Politik als Herrschaft ist Ausdruck eines tiefen Mißtrauens gegen die Unberechenbarkeit menschlichen Handelns, bzw. auf eines "aus ihm sich ergebenden Bestreben, dies Handeln überflüssig zu machen." (2) Hier geht es um die Sehnsucht nach ultimativer Souveränität, eine Sehnsucht, zu sich selbst jenes herrschaftliche Führung über sich selbst zu erringen, die der Herrschaft über das Volk entspricht und damit die Pluralität, die jedes Handeln und jede Präsenz im öffentlichen Raum auszeichnet, auszuschalten: "Allgemein gesprochen handelt es sich nämlich immer darum, das Handeln der Vielen im Miteinandern durch eine Tätigkeit zu ersetzen, für die es nur eines mannes bedarf, der, abgesondert von den Störungen durch die anderen , von Anfang ...
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Donnerstag, 17. August 2006

Wie die "techne tu biou" sich aus dem Politischen löst


Auch wenn man bei Platon sich um sich selber sorgt, um der Polis zu dienen und das Heil der Polis wiederum, meinem Heil dient(1): Hier zeigt die Sorge um sich sich selbst bereits die Erosion des Politischen an. Schönes Leben entfaltet sich nicht mehr als politisches Leben, weil dass der Ort ist, in dem sich Vortrefflichkeit ermittelt. Die Tatsache, dass im Alkibiades die Selbstsorge noch Teil der Pädogigik oder besser Ergänzung einer unvollständigen Pädgogik ist(2), deutet noch den Bezug an, worin sich das schöne Leben einst nur vollziehen konnte: Nach vorbereitetender Erziehung des jungen Mannes eben in der Polis und im öffentlichen Raum der Vortrefflichkeit. Wenn sie später in der römsichen Kultur zur lebenslangen Übung mit sich selber wird, ausgehend vom Subjekt , so hat bereits jene Einstellung, die sich selbst als Gegenstand betrachtet, also das herstellende Verhalten zu sich selbst, gesiegt. Wie politisch die Stoa und die Epikuräer auch immer waren - und tatsächlich muss man sich dieser platten Scheindiagnose "eines politischen Rückzugs in die Innerlichkeit" (3) enthalten, etwas was ja auch bei dem Geschwätz, ...
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Freitag, 4. August 2006

"To walk in beauty" ist gemeinschaftliches Handeln, kein Kunstwerk machen


Ob ein Leben in Schönheit gelingt ist sicherlich eine Frage wie gut wir in der Kunst des Lebens sind. Doch diese "techne tou biou" ist keine Kunst, in der wir aus unserem Leben "ein Kunstwerk" machen. Leben ist kein Material (1) , bios kein Stoff eines Kunstwerkes (2). In Schönheit leben ist kein Herstellen ist, sondern ein Handeln. Epiktet irrt, wenn er sagt: "So wie Holz das Material des Zimmermanns ist, Bronze das des Bildhauers, so ist das Material der Lebenskunst das Leben jedes einzelnen." (3) Wer malt, schmiedet, baut, der stellt ein Objekt her. Wer singt, schauspielert, redet oder musiziert übt allein durch sein Handeln Kunst aus. Es gibt kein Endprodukt, keinen Herstellungsprozess. Und dem entsprechend auch kein Rohmaterial, das in einem Herstellungsprozess verwendet wird. Beiden Handlungsweisen liegt ein spezielles Knwo How zugrunde, eine Kunstfertigkeit. Und sicher kann bei beiden Handlungsweisen etwas entstehen, was wir als Ausdruck einer Kunst bezeichnen. Leben ist wie jedes Handeln flüchtig. Die Schönheit des Lebens zeigt sich ähnlich wie beim Musizieren in seinem Vollzug, nicht darin, daß am Ende wir etwas produziert hätten, ...
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Freitag, 7. Januar 2005

Nietzsches vererbte Schulden


Jeder Versuch die begifflichen und logischen Strukturen der heidnischen Vergangenheit Europas für eine moderne Reflexion der Gesellschaft zu nutzen, muss sich mit dem Problem Nietzsche auseinandersetzen. Denn er ist jener moderne Interpret dieser Vergangenheit, der zugleich mitverantwortlich ist für neuzeitliche Barbarei und Stumpfsinn ungeheuren Ausmaßes. Nietzsche ist nicht "missbraucht" worden von den Nazis, das ist Humbug. Mag sein, dass die Schwarz- und Braunhemden bei weitem keinen so originellen, sprachgewaltigen und vielschichtigen Denker wie Nietzsche aufweisen konnten und jede politische Instrumentalisierung seiner Gedanken und Aphorismen ihn deshalb nur karikiert. Doch Nietzsche hat im Gegensatz zu dem, was viele seiner modernen Verteidiger so verlautbaren, nie einen Hehl aus seinen gesellschaftspolitischen Idealen gemacht gemacht: "Es bedarf einer Lehre, stark genug, um züchtend zu wirken: stärkend für die Starken, lähmend und zerbrechend für die Weltmüden. Die Vernichtung der verfallenden Rassen (...) Die Vernichtung der Sclavenhaften Werthschätzungen. Die Herrschaft über die Erde, als Mittel zur Erzeugung eines ...
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Samstag, 11. Dezember 2004

Foucaults Suche nach einer Alternative


Wo anfangen? Bei der Inspiration, die Nietzsche schon umtrieb? Der strukturelle Unterschied zwischen griechischem Heidentum und christlicher/aufgeklärter Gesetzesethik? Man hat gesehen, wie sich mit dem Christentum eine langsame, aber fortschreitende Veränderung in Bezug auf die Moralen der Antike vollzieht, Moralen, die wesentlich eine Praktik und ein Freiheitsstil waren. Natürlich gab es auch bestimmte Verhaltensnormen, welche die Lebensführung des einzelnen regelten. Aber der Wille, ein moralisches Subjekt zu sein, und die Suche nach einer Ethik der Existenz bestanden in der Antike vor allem in der Anstrengung, seine Freiheit zu bejahen und dem eigenen Leben eine gewisse Form zu geben, in der man sich wiedererkennen konnte, von den anderen anerkannt wurde und worin auch die Nachwelt noch ein Beispiel finden konnte. (...) Die Idee einer Moral als Gehorsam gegenüber einem Regelkodex ist heute im Verschwinden begriffen und ist schon verschwunden. Und diesem Fehlen von Moral will und muss die Suche nach einer Ästhethik der Existenz antworten. Michel Foucault: "Eine Ästhetik der Existenz- Gespräch mit Alessandro Fontana"; in: "Von der Freundschaft ...
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AXONAS - ein Versuch... - von Julio Lambing

Anmerkungen

....schaut mal hier nach...
....schaut mal hier nach - Herr Fratscher will demnach...
Paul (anonym) - Mi Jul 1, 11:59
bei uns wurden mündliche...
Hallo, Euroweb hat per Kaltacquise bei uns vorgesprochen. Der...
ts-d (anonym) - Di Jun 30, 11:25
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ich hatte kontakt mit risc group und bin nachdenklich...
creativwerker (anonym) - Mi Mai 20, 13:24
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Herr Daniel Fratzscher ist jetzt Geschäftsführer...
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Michael (anonym) - Mi Mai 6, 19:09

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