Christliche Apologetik
Dienstag, 18. September 2007
Zwei Arten, das Wort an den Anfang zu stellen
Aus der Ansprache von Benedikt XVI. in einem Treffen mit dem östereichischen Parlament, Präsident und Kanzler (Hofburg, Wien - 7. September 2007): Zum europäischen Erbe gehört schließlich eine Denktradition, für die eine substantielle Korrespondenz von Glaube, Wahrheit und Vernunft wesentlich ist. Dabei geht es letztlich um die Frage, ob die Vernunft am Anfang aller Dinge und auf ihrem Grund steht oder nicht. Es geht um die Frage, ob das Wirkliche auf Grund von Zufall und Notwendigkeit entstanden ist, ob mithin die Vernunft ein zufälliges Nebenprodukt des Unvernünftigen und im Ozean des Unvernünftigen letztlich auch bedeutungslos ist oder ob wahr bleibt, was die Grundüberzeugung christlichen Glaubens bildet: In principio erat verbum – Am Anfang war das Wort – Am Beginn aller Dinge steht die schöpferische Vernunft Gottes, der beschlossen hat, sich uns Menschen mitzuteilen. Lassen Sie mich dazu Jürgen Habermas zitieren, also einen Philosophen, der sich selbst nicht zum christlichen Glauben bekennt. Er sagt: „Das Christentum ist für das normative Selbstverständnis der Moderne nicht nur Katalysator ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Christliche Apologetik
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Samstag, 11. Juni 2005
Christliche Ursprünge der Menschenrechte?
"Christliche Ursprünge der Menschenrechte? Liegt der Ursprung der Menschenrechte im christlichen Gedanken der Gleichheit aller Menschen vor Gott? War insbesondere die Religions- und Gewissensfreiheit, wie Georg Jellinek und Ernst Troeltsch es sahen, das Ursprungsrecht der Rechteerklärungen, das die anderen Rechte -Leben, Freiheit, Eigentum -erst "hindurchgerissen" habe? (89) Gewiß, der Gedanke eines universalen Rechts der Menschen, unabhängig von Stand ist ohne die jahrhundertelange Wirkung christlicher Erziehung nicht zu denken, Und die Berufung vieler Rechteerklärungen auf „Gott, den Schöpfer der Natur", ist mehr als eine rhetorische Verbeugung vor der Tradition. Aber man muß doch zweierlei bedenken. Einmal war der christliche Gedanke der Gleichheit in der Ständegesellschaft allenfalls als pädagogisch-theologisches Korrektiv der faktischen Ungleichheit wirksam; er beeinflußte kaum die realen sozialen Verhältnisse. Nicht anders ist es zu erklären, daß selbst christliche Denker vom Rang eines Thomas von Aquin das Sklavenaxiom des Aristoteles, wenn auch mit einigem Zögern, übernahmen. Zum anderen ...
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Julio Lambing - Zettelkasten: Christliche Apologetik
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