Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Gemeinschaften

Samstag, 11. August 2007

Die Institutionen der Anders-Besser-Leben-Welt


Johannes Heimrath fragt im Editorial der jüngsten Ausgabe der "Kurskontakte": "Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass mich einmal der Gedanke an mangelnden zivilen Schutz beunruhigen könnte. Jetzt war er da, und ich brachte ihn in der Folge in einige Gesprächsrunden von Menschen ein, die ihre ganze Kraft für die Rettung der Welt einsetzen. Wer sorgt für unsere Sicherheit, wenn es ganz übel kommen sollte? Brauchen wir in einer katastrophal niederbrechenden Gesellschaft nicht eine Art kulturkreativer Polizei, die das Schlimmste verhütet? Gesetzt, „wir“ bringen die friedliche Revolution zustande, die Gesellschaft organisiert sich neu nach lebensfördernden Werten, und die Staatsmacht nach heutigem Muster existiert so nicht mehr. Wer von „uns“ will dann die Aufgabe der Sicherheit übernehmen, wer von uns könnte das überhaupt? Ratlosigkeit war bisher die Antwort, Erstaunen, dass eine solche Frage quer durch die Bemühungen schießt, das Gute zu retten, eine Welt des Ausgleichs und der Liebe zu schaffen … Könnte es sein, dass hier ein Versäumnis zutage tritt? Genügt es, an ...
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Mittwoch, 25. Juli 2007

Abenteuer oder Teestube? Bemerkungen zu Damen, die noch was vorhaben könnten


Ein paar generelle Gedanken anläßlich eines Aufsatzes zu Chancen der Anthroposophie Nerone weist auf einen Artikel von János Darvas zur Positionsbestimmung und Zukunft der Anthroposophie im 21. Jahrhundert hin ("Anthroposophie in geänderter Zeitlage", erschienen bei Info3). Zentrale Frage: Was für ein Potential hat die Anthroposophie als lebensreformerisches Projekt für die zeitgenössischen Auseinandersetzungen? "Hat sie die Hürde zum 21. Jahrhundert wirklich nehmen können? Ist sie tatsächlich zu jenem heilenden Kulturfaktor geworden, der zu sein sie beansprucht? Ist die quantitativ vergleichsweise bescheidene Ausdehnung und Aufnahme ihrer Impulse nicht doch im Ganzen zu wenig wirksam geblieben? Darf man dennoch auf die homöopathische Wirkung der kleinen und mittleren Initiativ-Inseln weltweit - Schulen, Heime, Höfe, Kliniken, Publizistik, Sozialinitiativen, Forschungsinstitute und Akademien - hoffen, wo durch mengenmäßig Kleines qualitativ Großes bewirkt wird? Oder muss eingestanden werden, dass sich die globalen Krankheitsformen, die es zu heilen galt und gilt, so verhärtet haben, dass die kleine ...
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Sonntag, 23. April 2006

Individualismus und Staatsmacht


Das Achselzucken des "Selber Schuld", wenn es um unfaire Vertriebsmethoden geht, mag von Berufsantikapitalisten als "Laissez Faire"-Attitüde begriffen werden, die marktwirtschaftliche Freiheiten über die Bedürfnisse eines intakten Soziallebens stellt. Aber das stimmt natürlich nicht. Es ist eine Haltung, die marktwirtschaftliche Aktivitäten beeinträchtigt. Und zudem, so paradox es klingen mag, scheint sie mir mit einer Haltung in Verbindung zu stehen, die das Ausufern staatlicher Kompetenzen fördert [Randbemerkung: Mal sehen, wie lange AXONAS als "linksliberales Blog" gelistet wird ;-) ]: "Die Menschen reißen sich immer nur mühsam von ihren Privatgeschäften los, um sich den Aufgaben der Gemeinschaft zu widmen; von Natur aus neigen sie dazu, diese Sorge dem einzig sichtbaren und dauernden Repäsentanten der kollektiven Interessen zu überlassen: dem Staat. Sie haben aber nicht nur von Natur keinen Sinn für die Beschäftigung mit den öffentlichen Aufgaben, oft fehlt ihnen auch die Zeit dazu. Das private Leben ist in den demokratsichen Zeiten so rege, so bewegt und so angefüllt mit Hoffen und Wirken, dass dem ...
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Montag, 20. März 2006

Why people can no longer read the Iliad


György Spiró erläutert in einem Interview mit Erika Csontos auf der "Hungarian Literature Online" ausführlich seinen neuen in Ungarn viel besprochenen Roman "Gefangenschaft" (Fogság), eine vierbändige, 800 Seiten starke Rekonstruktion des Nahen Ostens im ersten Jahrhundert n. Chr., die ausführlich von der Kreuzigung Jesu bis zum Jüdisch-Römischen Krieg das jüdische Leben, Griechen, Römer und auch das beginnende Christentum schildert. In einer Passage des Gesprächs erläutert er, warum er diese Beschreibung über 4 Dekaden als Entwicklungsroman um ein zentrale Hauptgestalt names Uri angelegt hat: "People are incapable of experiencing the sense of community any more, their life is not like that. Therefore they are unable to accept books written in a communal form. They prefer lyrical novels to epics. They experience the outer world as hostile, and if there is an absolute protagonist, they go with him. And they even prefer if the protagonist is the narrator himself who lectures to them. This gives ample space to the lyricization and the ideologization of prose. This is generally called postmodern, but it could as ...
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Sonntag, 5. Juni 2005

Wissenssyteme lokaler Gemeinschaften versus moderne Wissenssysteme


"Viele erfolgreiche Wissenssysteme von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften über die natürliche Welt haben folgende gemeinsame Merkmale. Diese Wissenssysteme – sind gemeinschaftsbasiert – zeigen sowohl biologische als auch kulturelle Vielfalt – definieren biologisches Wissen und Ressourcen als Gemeinschaftsgut – dienen der Existenzsicherung und den örtlichen Märkten – sind weitestgehend auf die Verwaltung von Wissen und Ressourcen durch Frauen gegründet – sind auf Widerstandsfähigkeit und Sicherung der Nahrungsgrundlage ausgerichtet – optimieren eher im Kontext, als dass sie einzelne Variablen maximieren – setzen niedrige Schwellen für die Beteiligung an Innovation – bieten Beweise für lebensfähige, langfristige Lösungen vor Ort – sind sehr stark biologisch, sozioökonomisch und kulturell eingebettet – stellen Wissen von Gemeinschaftspraktiken dar – werden mündlich weitergegeben – verwenden biologische Vielfalt in Selektion und Ackerbau – integrieren Aspekte des Ackerbaus, der Lebensmittelzubereitung und der Gesundheitsvorsorge – ...
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