Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Personalisierung

Mittwoch, 4. Juli 2007

Literatur zum Personenstatus in Naturreligionen


Århem,Kai 1996: The cosmic food web: human-nature relatedness in the northwest Amazon. In P. Descola und G. Pálsson (Hrsg.): Nature and society: anthropological perspectives. London, Routledge: 185-204. Descola Philippe 1992: Societies of nature and the nature of society. In: Kuper, Adam (Hrsg.) Conceptualizing society. London, Routledge: 107-126. Lima, Tânia Stolze 1999: The Two and ist Many: Reflections on Perspektivism in a Tupi Cosmology. Ethnos, Vol.64: 107-131 Gingrich, Andre und Mader, Elke (Hrsg.) 2002: Metamorphosen der Natur. Sozialanthropologische Untersuchungen zum Verhältnis von Weltbild und natürlicher Umwelt. Wien, Böhlau. Halbmayer, Ernst und Mader, Elke (Hrsg.) 2004: Kultur, Raum, Landschaft. Zur Bedeutung des Raums in Zeiten der Globalisierung. Jahrbuch des Österreichischen Lateinamerika Instituts, Frankfurt/Main, Brandes & Apsel. Viveiros de Castro, Eduardo 1992: From the Enemy s Point of View. Humanity and Divinity in an Amazonian Society. Chicago & London, The University of Chicago Press. Viveiros de Castro, Eduardo 1998: Cosmological Deixis and Amerindian Perspektivism. Journal of the Royal Anthropological Institute ...
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Dienstag, 13. März 2007

Personalisierung durch Nähe


"Die moderne Gesellschaft unterscheidet sich »von der Welt, die wir verloren haben«, in erster Linie dadurch, daß in ihr die unpersönlichen Beziehungen zwischen den Menschen die Vorherrschaft über die persönlichen errungen haben. Ist es für traditionelle Gesellschaften die Tendenz charakteristisch, unpersönliche in persönliche Berziehungen zu transformieren (indem man beispielsweis Fremde zu klassifikatorischen Verwandten macht), kennzeichnet die »Modernität« eine Zurückdrängung und Abkapselung des Persönlichen." (1) Was wäre, wenn man das Phänomen, daß in der Ontologie einer Vielzahl an naturreligiösen Kulturen einiges als Person gehandhabt wird, was bei uns eine Sache ist, auch unter diesem Licht betrachtet werden muß. Diese Sozialisierung der Natur liegt aber weniger daran, dass ein psychisch infantiler Wildbeuter sein Innenleben auf die Außenwelt projeziert, wie es bis heute in schamloser Arroganz von einigen Gelehrten heißt. Es entspringt eher einer Sorge um und Pflege des menschlichen Nahraums. so wie dies z.B. bei den Germanen deutlich wird: "Gut belegt ist ...
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Sonntag, 27. Februar 2005

Personalisierung in germanischen Kontext


Das Phänomen der naturreligiösen Personalisierung (hier, hier und hier). Die Mechanismen, mittels denen eine Kultur ein Wesen/Ding zur Person macht, auch die Gründe, die sie implizit oder explizit dafür hat, sind von Kultur zur Kultur verschieden. Tipps von jemandem, der sich in der germanischen Kultur gut auskennt: "- kennzeichnend für »das germanische Weltbild« (es gelten die üblichen Einschränkungen etc.) ist die Sprachfigur des »unpersönlichen agens«, die grundsätzlich etwas bzw. besser jemanden auch und gerade bei Naturphänomenen am Werk sieht. Was existiert, drückt sich dadurch aus, dass es handelt (und wie es handelt, vgl. »heroische Ethik«), und was handelt, hat auch ein »Gesicht«." Er bezieht sich dabei auf Ausdrücke wie „es regnet“. Würde heissen, dass alles was nicht in irgendeiner Form bei den Germanen handelt, nicht existiert? Das Prozesshafte, das sowohl den Menschen als auch Naturphänomene durchzieht, scheint mir ebenfalls interessant. Erinnert mich an Feyerabends Bild des homerischen Krieger, der wie eine Puppe von Gefühlen (und ähnlichem, ...
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Sonntag, 13. Februar 2005

Haben Elfen, Trolle, Steine oder Bäume Rechte? (2)


Harte behandelt eigentlich zwei zu differenzierende Aspekte des Themas: 1. Haben Wesen, die für viele Menschen nicht existieren, sondern lediglich irreale Illusionen sind (also z.B. Trolle, Feen, der verstorbene King Arthur etc.) moralische Rechte? 2. Haben Wesen, die für viele Menschen nur Dinge sind (also „heilige Plätze“, Bäume, Steine, Berge), moralische Rechte? Seine Argumentation zu Ersterem lautet: “Newgrange, which was once the numinous abode of the sidhe, has now been reworked as an interpretative centre for celebrating the deep historical roots of the Irish nation (Ronayne 1997). This is not progress. What is so real about the Irish national interest, compared to Aengus Og and his hundred harpers?(…) Limited companies can go to law over intellectual property - invisible beings fighting over an intangible thing - while Puck and Hob stand non-suited outside the door.” Die Frage, ob Elfen Rechte haben, entspricht also am ehesten noch jenen Fragen, ob bestimmten theoretischen Gegenständen im quineschen Sinne ein "Recht" zugesprochen wird, obwohl die Existenz dieser Gegenstände von anderen bestritten wird. Dazu ...
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Sonntag, 16. Januar 2005

"Man beutet keine Natur aus, die zu einem spricht"


"Man beutet keine Natur aus, die zu einem spricht." Einer schöner pointierter Satz. Dieser Satz von Hans Peter Duerr hat entweder eine empirische oder eine normative Stossrichtung (oder beides gemeinsam). Ist es tatsächlich so, dass Kulturen oder Menschen, zu denen die Natur spricht, diese nicht ausbeuten? Man mag dies angesichts des aggressiven Raubbaus, den manche indigene Völker an der Natur verübt haben, bezweifeln. Und ist es tatsächlich so, dass man im Sinne einer diskurstheoretischen Begründung der Ethik, nicht mit der Natur, sofern sie ein Diskurspartner ist, nicht in ein herschaftsorientiertes Verhältnis treten darf, bei Strafe eines rationalen Widerspruchs? Was meint die Aussage, dass die Natur mit einem spricht? Am plausibelsten scheint mir die Interpretation,dass in verschiedenen Kulturen die Klasse desjenigen, was unter den Begriff "Person" zusammengefasst wird, weiter ist als im beherrschenden christlich-abendländischen Weltbild. Das meint, dass in manchen Kulturen Entitäten, die bei uns als "Sache" bezeichnet werden, dort als handelnde "Personen" behandelt werden, mit entsprechenden Interaktionsformen. So wird eine ...
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