Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Polis

Samstag, 20. September 2008

Kein Kölsch für Nazis...


...hat wohl geklappt. Sieht so aus als würde Köln einfach jenes Gesöcks, dass sich mit rechtsradikalen Schlägern und Hetzern gemein, einfach ausspeien. Als der Flieger, mit dem "ProKöln"-Banner über der Stadt kreiste, sah das ziemlich hilflos aus. Und wenn wirklich seitens ProKöln Drohungen gegen einen Journalisten gefallen sind, dann wird das Konsequenzen haben, die weit über diesen Tag hinausreichen werden. Trotz des schönen Wetters und der guten Stimmung: Es war nicht alles Eitelsonnenschein auf der Gegendemonstration. Es gab dennoch einiges, für was man den üblichen hormonell überlasteten Jungs, die in Sprechchören so gerne die Internationale Solidarität hochpreisen, nur rechts und links eine scheuern kann. Gewaltsame Hetzjagden auf Personen der Gegenseite gehören dazu. Und mancher meint wohl auch unbedingt beweisen zu müssen, dass die eigene soziale Intelligenz nur unwesentlich über der eines rechten Schlägers anzusiedeln ist - etwa wenn man Menschen auf der Straße schon dafür mit blöden Sprüchen anmacht, dass sie eine Glatze tragen.
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Freitag, 11. April 2008

Anna Altschuk ist tot


"Wenn diese Menschen [im GULAG J.L.] unter unmenschlichen Bedingungen ihren Anstand bewahrt haben, wie können wir auch nur einen Moment zögern, das Gleiche zu tun, wo doch unsere Lage weit weniger auswegslos und hoffnungslos ist? Warum fällt uns auch nur der geringste Akt des Widerstandes so unendlich schwer?"* Sie - und er - hat nicht gezögert beim Widerstand - zumindest nicht nach Maßstäben, die uns zustehen. Und was auch immer die Gründe waren, ich glaube, daß wir nicht umhin kommen, diesen hier eine Mitverantwortung für ihren Tod zu geben - zumindest nach den Maßstäben, die uns zustehen. *Michael Ryklin: "Schalamowzeit - De Profundis"; Lettre International Nr. 77;
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Sonntag, 2. März 2008

Der Opportunfisch


Es ist hier ruhig, weil ich derzeit andere Projekte vorbereite - man ahnt das vermutlich. Vor Tagen stieß ich allerdings auf ein Video von Volker März zu meiner Lieblingsfreiheitsdenkerin , mit einem sehr netten Lied von Agitationschanteuse Bernadette La Hengst, das ich gerne dem Freundeskreis zuführe. wer autonom sein hirn verwaltet der wird so schnell nicht abgeschaltet als natalist wird er versuchen die fahrt ins morgen selbst zu buchen
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Dienstag, 13. November 2007

"Die so ausschauen, als ob sie einer Kontrolle dringend bedürfen"


Allein wegen wegen solcher Dinge schätze ich die neuen Medien. Und mittels solcher Dinge kann man sich dafür einsetzen, daß einige der mit ihnen einhergehenden Errungenschaften nicht wieder abgeschafft werden.
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Montag, 5. März 2007

Deutsche Leitkultur


Da hat eine Dame mit Liebe zu/in Deutschland noch einmal ein ganz besonderen Eindruck von der Mission deutscher Sprachlehrer und Rowohlts Sprachprogramm bekommen: (Via Scholz, via Treehuggin' pussy)
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Freitag, 2. März 2007

Yepp


"Der Kläger, also Sigmar Gabriel, hat außerdem die Kosten des Verfahrens zu tragen." (via Lawblog)
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Sonntag, 28. Januar 2007

Reicht Isegoria in der Blogosphere für einen neuen Glanz der Politik? 1


Ich glaube ja nicht wirklich, an die utopische Selbstcharakterisierung der Blogosphere, wie ich sie desöfteren geschildert habe. Dabei mag ich den Tatbestand gar nicht kleinreden, daß wir hier eine Revolution der Öffentlichkeit erleben, die der Isegoria wieder zu neuen Ehren hilft und den erbärmlichen Verkürzungen dessen, was einst politischer Glanz war, etwas entgegensetzt. Es hatte einen tiefen Grund, wenn das Recht aller Bürger, frei vor der Vollversammlung zu reden, ein Pseudonym für Demokratie war. Doch selbst die durch den Rückkanal der Bürgerstimme erreichte Erweiterung der einstmal durch die Massenmedien kanalisierten Rede kann die Würde der Politik für die moderne Demokratie nicht wieder herstellen: Auch die Blogosphere ist der Politik fern, und das in doppelter Weise: Das Recht zu reden bedeutet in einer Elitendemokratie nicht die Möglichkeit zugleich Teil der handelnden Demokratie zu sein - zumindest nicht in jenem vollen Sinn, den wir durch die attische Polis kennenlernen konnten. Dem Reden fehlt trotz allen Handelns ein Teil jener vollumfänglichen Macht, die sie damals besaß. Denn die neue Teilhabe ...
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Sonntag, 7. Januar 2007

Nussbaum zur linken Seite des Aristotelismus


Die griechische Zeitschrift cogito veröffentlichte in ihrer Ausgabe 5 (applied ethics) ein Interview mit Martha Nussbaum, in dem diese einige interessante Bemerkungen über die politischen Verflechtungen des Neoaristotelismus fallen lässt: Well, there are many different ways in which a kind of quasi-Aristotelian theory of the good has entered into what we might call liberal political theory; after all it didn't start with me. It started long ago, for example in England with T. H. Green and Ernest Barker, who were perfectionist socialists. They used the Aristotelian notion of human functioning to argue in favour of compulsory education. They were an important and a clear precedent for my position. In fact, I didn't read them until much later, but anyway I now see that they were important and a precedent; their form of liberalism was very comprehensive, it was closer to something like Joseph Raz's view today. I would call that a form of comprehensive liberalism, because a notion of autonomy is used across the board to talk about lives that are well lived and so on. I think the political form of liberalism, in which we don't advocate a comprehensive doctrine of autonomy ...
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Mittwoch, 6. Dezember 2006

856 EUR pro Monat?


"Ein besonders gravierender Aspekt von Wohnungsmängeln liegt bei 22% der armutsgefährdeten Personen vor: In ihrer Wohnung gibt es Feuchtigkeit, zum Beispiel feuchte Wände, ein undichtes Dach oder Fäulnis in den Fensterrahmen. Diese Probleme beklagen nur 12% der nicht Armutsgefährdeten. (...) Während 3% der Personen, die als nicht armutsgefährdet gelten, ihre Wohnung aus finanziellen Gründen nicht angemessen heizen können, müssen 14% der Armutsgefährdeten im Winter an der Heizung sparen. 26% der Armutsgefährdeten können sich nicht mindestens jeden zweiten Tag eine hochwertige Mahlzeit leisten. Von den nicht Armutsgefährdeten gaben dies nur 8% an. Unter einer „hochwertigen Mahlzeit“ ist eine Mahlzeit mit Fleisch oder Fisch beziehungsweise eine hochwertige vegetarische Mahlzeit zu verstehen, unabhängig davon, ob diese selbst gekocht oder in einer Kantine, Restaurant oder Ähnlichem eingenommen wird. Keine „hochwertige Mahlzeit“ sind Fast Food (Imbissessen), Chips, Schokoriegel etc. (...) Armutsgefährdete Personen haben durchweg eine schlechtere Einschätzung der eigenen Gesundheit ...
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Freitag, 1. Dezember 2006

"Our friends the Arabs know to deal with you..."


"They cut of my clothes with some kind of doctors scalpel's. I was totally naked. They took the scalpel to my right chest. It was only a smal cut maby an inch. At first I just screamed. One of them took my penis in his hand and began to make a cut. He did it once and then stood still maby for a minute..." /> Das ist der Trailer zu "Outlawed - Extraordinary Rendition, Torture and Disappearances in the 'War on Terror". Der Film wurde von Witness, einem von Peter Gabriel gegründeten Videoproduktionsunternehme n, in Kooperation mit den Organisation amnesty international, the National Council of the Churches of Christ in the USA, Human Rights Watch, American Civil Liberties Union (ACLU) und weiteren Organisationen produziert. In ihm berichtet der Deutsche Khaled El-Masri (auf deutsch) und der ursprünglich in Großbritannien als Asylbewerber lebende Äthioper Benyam Mohammad al-Habashi ausführlich über die erlittene Entführungspraxis und Folter im Auftrag der US-amerikanischen Regierung. Der Film kann in voller Länge (28 Minuten) auf Google Video angeschaut werden: http://video.googl e.com/videoplay?docid=3080 182736973832540 Er ist nichts für ...
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