Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Privates

Sonntag, 6. April 2008

Dorfidylle, Herzgebirge, Handwerk und Verzeihen


Habe ich schon erwähnt, daß sich dort wieder was tut?
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Dienstag, 7. August 2007

Modefragen


"Der zu Lebzeiten stets gut angezogene Robert Palmer..." holte ein Moderator des HR1 aus. Vermutlich wollte er dadurch ausdrücken, daß Palmer nach den Lebzeiten weniger gut gekleidet war. Hippieklamotten oder so...
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Mittwoch, 4. Juli 2007

Happy Birthday


Ich habe einen Freund, der wird heute 57 Jahre alt. Er ist nicht nur einer der wenigen, die sich einen radikalen Lebenswandel bewahrt habe, wie er ganz nach meiner Hochachtung ist. Sondern einer derjenigen, die mir geblieben sind, weil sie weiterhin in Übung bleiben, Leben und Liebe nur in Pans Tonlage zu spielen. Einer derjenigen, die jede Decke heimeliger Geborgenheit ablehnen, wenn deren Fasern mit den anschmiegenden Nesseln des Selbstbetrugs durchsetzt ist - selbst dann, wenn das Essen billig wird, der Broterwerb öde, das Grinsen der Verwandtschaft durchsichtig, das Geschnatter der ehemaligen Pioniergenossen hämisch. Einer, der nicht auf der sicheren Seite des allgefälligen Gleichklangurteils steht, sondern noch für jede Sekte dort Partei ergreift, wo sich in ihr das Schöne und Hoffnungsfrohe zeigt. Einer, der zäh, stark, heilig seinen Traum verfolgt, auch wenn die ächzenden Räder der Gegenwart sich nur langsam anschieben lassen. Einer, dessen Fähigkeit sich offen und interessiert Kritik anzuhören, sondergleichen ist. Einer, dessen Freude an dem schönen Gang der anderen selbst ein Anlaß ist, sich zu freuen. Ein ...
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Samstag, 9. Juni 2007

Fundstück vom evangelischen Kirchentag


Als ich ihn auf dem Kirchentag verschmitzt vorzeigte, rümpfte so mancher mir gegenüber die Nase über den zu diesem Flyer dazugehörigen Info-Stand. Allerdings: Bei welcher anderen Religion wäre diese Neigung denn besser aufgehoben? Abgesehen vom tibetischen Tantrismus dürfte die Ausstattung der christlichen Tradition mit unterstützenden bildlichen Anregungen, Phantasien, Inspirationen kaum überbietbar sein. Diejenige, die mir das Flyer in die Hand drückte, schaute mich auch aus wesentlich wacheren und klareren Augen an wie alle, die die Mundwinkel verzogen. Scheint Gottes Geschöpf in seinem Wohl also nicht zu beeinträchtigen.
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Donnerstag, 4. Januar 2007

Zwölferspiel


"Vom 11. Jahrhundert an sprechen eine Reihe lateinischer und volkssprachlicher Texte aus ganz Europa - Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, England, Skandinavien - von Erscheinungen des 'Wütenden Heeres' (Wütischend Heer, Mesnie furieuse, Mesnie Hellequin, exercitus antiquus), auch 'Wilde Jagd' (Chasse sauvage, Wild Hunt, Chasse Arthur) genannt. In ihnen wird die Schar der Toten erkannt; manchmal präziser: die Schar der zur Unzeit Gestorbenen - in der Schlacht getötete Soldaten, ungetaufte Kinder. An ihrer Spitze finden sich wechselende mythische (Herlechinus, Wotan, Odin, Artus usw.) oder mythisierte Gestalten (Dietrich von Bern)."(1) Diese Erscheinungen wurden mit den Zwölften, den zwölf Tagen zwischen Heiligabend und dem 6. Januar in Verbindung gebracht, von denen man annahm, daß an ihnen die Toten umherzogen. Es ist plausibel, dass diese "Rauhnächte" eine Schaltfunktion zwischen einem lunaren Kalender (354 Tage) und einem solaren Kalender (365 Tage) wahrgenommen haben.(2) Gelegentlich verschmolz diese Tradition mit jenen Überlieferungsstränge n, die von Gelehrten, Richtern und Inquisitoren als Berichte über die Sabbattreffen ...
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Montag, 9. Oktober 2006

Braucht jemand Übersetzungen Englisch-Deutsch-Englisch?


Weil dank dieser freundlichen Herrenriege gerade mal wieder soviele Leser und Leserinnen hier vorbeischauen: Vielleicht hat ja jemand gerade Übersetzungsaufträge Englisch-Deutsch / Deutsch-Englisch zu vergeben? Nein, das ist nicht mein Metier. Ich hätte nur derzeit jemand ausgesprochen intelligentes zur Hand, der sich über zeitnahe Übersetzungsaufträge sehr sehr freuen würde. Erfahrung und Kompetenz im geisteswissenschaftlichen Genre (Philosophie, Geschichte, Kulturanthropologie, Soziologie, Politologie) und bei Belletristik. Die Zahlungsmoral sollte allerdings gut sein, sonst ist der Glaube an die Menschheit hin. (Ohne jetzt in der Blogosphere dieser kompetenten Expertin Konkurrenz machen zu wollen.)
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Sonntag, 8. Oktober 2006

Buchmesse: elektronische Medien, Gemeinschaften


1. Die Nachfolger der Intellektuellen foppen, immer noch gut: "So sind sie also einer jener vollverkabelten Menschen?" [Origineller ironischer Vorstoß] Freundlich lächend: "Ja." Ich begründe es mit meiner Tätigkeit. [Man sieht dem Gegenüber die innere Regung an, aber auch die Höflichkeit das Urteil für sich zu behalten.] [Es folgen die üblichen Absätze um den Wert des Buches, die Rückzugsmöglichkeiten jenseits der Datenströme etc. Intellektuelle etc. sind halt berechenbar.] Und dann: "Würden Sie etwa Hegel auf dem Bildschirm lesen?" "Aber selbstverständlich." [Eine kleine Lüge, ich finde Hegel gerade echt nicht interessant, sorry. Ich würde ihn gar nicht lesen. Aber meine Göttin, man ahnt ja bereits wo die Frage hinführt. Und es wäre nicht anders als wenn ich ihm erzähle, was ich als Klolektüre mag.] Das war's dann. Die Unterhaltung plätschert noch etwas weiter. Immer dann, wenn Vorurteile über neue Medien bestätigt werden, hellt sich das Gesicht des Gegenübers auf. Ansonsten stiehlt sich der Blick bereits gelangweilt von dannen. 2. Die schrägen ...
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Montag, 31. Juli 2006

Wahrheiten rund um Stöckchen - "Warum bloggst du?"


Ich tue mich normalerweise schon schwer mit diesen Fragebogenaktionen, da ich unsere Geständniskultur für ein billiges und geschmackloses Unterfangen halte, die Sphinx des menschlichen Lebens zu einem Persönlichkeitsprofil unserer sozialen Aktenordnerwelt kleinzuschreiben. Das Geheimnis des eigenen Wesens löscht man zwar damit nicht aus, aber im Versuch durch Geständnis Nähe herzustellen, domestiziert man sich zum berechenbaren Milchvieh: Sie wissen alles, was wird und war. Und hier ist Beginn, und das Ende ist dort. Das Leben in Reih und Glied ist der einzige, wenn auch hohe Preis, den man für diese Befreiung durch Beichte zahlt, denn die Selbstaufklärung des Menschen klärt glücklicherweise nicht auf: Bekanntlich sind authentische Selbstauskünfte oft die schlimmsten Verräter an der Wahrheit. Die Selbstcharakterisierung als Knilch mit knilchigen Eigenheiten hat selten was mit der Realität zu tun. „Wir können nicht einfach umhergehen und uns zeigen, wie wir sind. Was wir sind, ist nicht wichtig.“ (H. Arendt) Die soziale Seite von „social software“ macht es da nicht besser. Wenn man schon ...
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Freitag, 16. Juni 2006

Saugglocke im Prado


Die Uhr als Begleiterin im Prado: Um Sechs treffe ich nach einer Konferenz an der Kasse ein, um Acht schliesst er. Die Kassiererin empfiehlt die Sonderausstellung zu Picasso ("Tradición y vangurardia"; 6 junio - 3 septiembre 2006). Ich willige ein, unwahrscheinlich, dass ich bis September nochmal in Madrid bin. Nach knapp einer Stunde reicht es dann auch schon mit Picasso. Letztendlich war die Schau fuer mich nur eine Gelegenheit zu einer amuesanten intellektuellen Spielerei, sich verschiedene Variationen Picassos der "Las Meninas" von Velázquez anzuschauen. Von Picassos Art, die Welt zu sehen, bekomme ich Kopfweh, und die Bilder, die einem so stark ans Herz gehen, habe ich unabsichtlich uebergangen. Und nun waere es ja vermutlich nuetzlich in den restlichen Minuten durch das Museum zu flanieren und hier und da zu stoebern. Aber 50 Minuten Zeit fuer den Prado ist entweder eine Schande - oder eine einmalige Gelegenheit lustvoll ignorant zu sein. Flanieren ist die unangemessenste Reaktion ueberhaupt, die die Bilder nur endgueltig ins Altersheim verfrachtet. Die Entscheidung faellt gegen das Flanieren und fuer die Idee, das Museum wie eine Einkaufszeile zu durcheilen ...
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Montag, 20. März 2006

Ein Danke an Gulli, Wirres.net, Jens, Nerdcore, meonly und auch Spreeblick,


auf die nach Auskunft der Zahlen wohl dieser amüssante, kurzfristige Nebeneffekt zurückgeht: ;-) (Eben falls ein Danke an 4null4.de, eselkult.tk, Norque und sapere audere.) meonly Gulli SpreeblickJens ScholzNerdcoreWirres - - Gewöhnungsbedürftig
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