Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Rationalitaet

Dienstag, 31. Januar 2006

Während der Bauch sich wolllüstig im Irrationalen baden kann...


Rüdiger Sünner hat in der info3 einen kritischen Kommentar über die schizophrene Haltung der Mainstream-Medien zu religiösen Themen veröffentlicht und konstatiert: „Der mediale Umgang mit Spiritualität läuft also meistens auf eine Heiß-Kalt-Strategie hinaus, in der dem Kopf ein aufgeklärter Rationalismus vorgegaukelt wird, während der Bauch sich wolllüstig im Irrationalen baden kann. Dazwischen aber darf keine Verbindung bestehen: moderne Form einer durch Amputation erzeugten Kulturschizophrenie, die schon Friedrich Schiller in seinen Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschengeschlechtes geißelte. Die Moderne, so schrieb er dort, sei trotz aller Aufklärung immer noch barbarisch, weil es nicht gelungen sei, eine echte Brücke zwischen Vernunft, Herz und Triebleben zu bauen.“ Ich tue mich immer wieder schwer mit Sünners Vokabular („spirituelle Einsichten“, „ganzheitliche Deutungen“, mechanistisches Denken“), aber es erfrischend, dass sich eine kritische Stimme meldet, die die bigotte Instrumentalisierung esoterischer und mythischer Themen in bestimmten ...
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Samstag, 15. Januar 2005

Ein Beispiel wie irrational Kritiker des "Irrationalismus" gerne sind


Die meisten sogenannten Aufklärungsbücher über Esoterik sind austauschbar. Schnell auf den Markt geworfen und schlampig recherchiert, bearbeiten sie im ähnlich lamentierenden Duktus die immer gleichen Aspekte und historischen Zeitlinien des Themas. Der gutgemeinte Ansatz, die "Gesellschaft" vor problematischen politischen Geistesströmungen zu warnen, muss dann als Entschuldigung herhalten, dass man unreflektiert Vorurteile wiederkäut und die ewig gleichen Stereotypen benutzt. Die daraus entstandene Kritik ist ungefähr so wirksam wie die Vielzahl an Kampfschriften, die Ende der 60er bis Mitte der 70er vor den Gefahren des Marxismus warnten. Eine solche Kritik verpufft denn auch bei denjenigen, die sie angeht. Publikationen, die von der politischen Linken stammen, sind dabei nur eine Untergruppe. Allerdings zeichnen sie sich in ihrem unreflektierten Fortschrittspathos und der metaphysisch motivierten antireligiösen Stossrichtung durch eine besondere Schärfe aus. Ein typisches Beispiel für die heute übliche linke Literatur über Esoterik scheint mir ein Büchlein von Claudia Barth zu sein: “Über alles in der Welt ...
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Donnerstag, 30. Dezember 2004

Verwissenschaftlichung des "Esoterik-Hokuspokus"


Im Zuge eines liberalen Wissenschaftsverständnisse s kann man sich dafür einsetzten, dass auch die Wissenschaft offen sein soll für solche Praktiken wie Akupunktur, Astrologie, Homöpathie, Feng Shui, Geomantie, Radioästhesie, Aura Lesen, Orgontherapie, Schamanismus etc. Es wäre dies dann nur ein weiterer Schritt nachdem z.B. schon die Psychoanalyse es geschafft hat, sich aus dem Areal des Obskuren in die lichtdurchfluteten Hallen der akademischen Wissenschaft hinüberzuretten. Tatsächlich gibt es ja gerade unter liberalen Wissenschaftlern eine Menge, die solcherlei fordern. Und so mancher Vertreter dieser Disziplinenen scheint selbst den Anschluss an die Wissenschaften zu suchen - wie z.B. Paul Devereux für die Geomantie. Die seltsamen Praktiken sind nach dieser Auffassung dann so etwas wie Proto.SWissenschaften, denen noch eine gewisse Systematiserung, eine experimentelle Überprüfung, ein Forschungsbetrieb und eine rationale Ausübungsregulierung ähnlich wie in den anerkannten Wissenschaften fehlt. Das Angenehme an diesen Ansätzen ist, dass je mehr sie sich durchsetzen, so manche recht verschwomme Laraifari-Begründung ...
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