Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Traditionen

Donnerstag, 18. September 2008

Next Generation please


Kritische deutsche Anthroposophen haben sich mit dem Rassismusvorwurf der Anthroposophie befasst, wie Info3 berichtet: Die von dem österreichischen Philosophen und Sozialreformer Rudolf Steiner begründete Anthroposophie ist heute durch zahlreiche Initiativen wie Waldorfschulen, biologisch-dynamische Landwirtschaft, medizinische oder heilpädagogische Einrichtungen bekannt. Im Werk ihres Begründers gibt es aber auch vereinzelte diskriminierende sowie einige wenige rassistische Äußerungen, die heute klar als historisch überholt beurteilt werden müssen. Zu diesem Ergebnis gelangt das sogenannte „Frankfurter Memorandum“, das in der September-Ausgabe des anthroposophischen Magazins „info3 – Anthroposophie im Dialog“ veröffentlicht wurde. Klingt schon ein bisschen geschwurbelt? Dann mal eine Passage aus dem Memorandum selbst: Auf diese Äußerungen trifft eine der maßgeblichen Rassismus-Definitionen zu, wonach Rassismus durch die „verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines ...
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Mittwoch, 2. April 2008

Bildungsfreiheit ist ein Menschenrecht


Wir hatten es hier ja schon öfter mit dem Stichwort Pluralisierung des Bildungswesen. Es wird schon lange Zeit, daß unser Schulsystem demokratisiert wird und den Grundprinzipien einer pluralistischen Gesellschaft Rechnung trägt. Die Aufsicht des Staates über das Schulwesen ist in weiten Teilen zum Gedanken des Schulzwangs pervertiert: Der Staat schreibt Kindern immer noch durch die Schulpflicht vor, wie sie sich zu bilden haben. Aber immer mehr Submilieus in der Gesellschaft drängen auf eigene Schul- und Bildungsformen, neue Schulen entstehen, Homeschooling wird von immer mehr Menschen eingefordert. Das gefällt den staatlichen Institutionen, die ein Interesse am Beibehalt ihre Einflußmöglichkeiten haben ebensowenig wie denjenigen, die bis heute die etatistische Steuerung der Bildung als notwendig für die Formung der Bevölkerung erachten. Der Bundesverband Natürlich Lernen e.V (BVNL), angesiedelt wie so manch anderes Alternativprojekt in dem ostdeutschen Kommuneprojekt Klein-Jasedow, hat nun eine Initiative aus dem Jahr 1991 zur Änderung des Grundgesetzartikels zum Schulwesen wiederbelebt. Der bisherige maßgebliche ...
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Mittwoch, 8. August 2007

Wohlverstandenes Eigeninteresse der Anthroposophie


Um kurz was loszuwerden, nach der letzten Lektüre von Nerone: Es nötigt einem immer wieder Respekt ab, wie da ein paar "Waldis" ihre Bewegung Zug um Zug weiter bedrängen, die notwendigen internen Hausaufgaben zu erledigen. Ob sich das nun um neue Gurus oder alte Naziverstrickungen dreht, um nur mal zwei jüngere Beispiele zu nennen, bemerkenswert scheint mir die unnachgiebige, aber dennoch um Fairness bemühte Haltung zu sein.
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Sonntag, 1. Juli 2007

Das reale Risiko von ernsthafter Verwirrung


Schöner Satz, den nerone da im Bericht des sozialistischen Rapporteurs im Wissenschaftsausschuss der parlamentarischen Versammlung des Europarats gefunden hat. "There is a real risk of a serious confusion being introduced into our children’s minds between what has to do with convictions, beliefs and ideals and what has to do with science, and of the advent of an “all things are equal” attitude, which may seem appealing and tolerant but is actually disastrous." Das ist ihre Angst, ihre Pein, nicht nur in Bezug auf den verwirrten Geist von Schülern, auch bei Studenten. Ein Spezialist für diese Pein hat mal den Kern dieser Sorge bei einer Grand Dame des Kampfes gegen den Tolerantismus schön herauspräpariert: "»Wie, keine Hauptreligion?«, fragt Maria Theresia in einem Brief an ihren Sohn Joseph (...), »Toleranz, zur Doktrin erhobene Gleichgültigkeit, sind eben die wahren Mittel, alles zu untergraben... Wie könnten man sonst diese Leute eindämmen? Gar nicht, weder Galgen noch Rad hülfe da ... Ich spreche hier nur als Politiker, nicht als Christin. Wollen Sie mitansehen, wie jeder seiner Phantasie gemäß ...
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Donnerstag, 28. Juni 2007

Because every other possess the whole of it


Über diverse Umwege (Ausgangspunkt war ein SPON Artikel, der mich nach den Quellen suchen lies) auf diesen Textabschnitt in einem Brief von Jefferson gestoßen: "If nature has made any one thing less susceptible than all others of exclusive property, it is the action of the thinking power called an idea, which an individual may exclusively possess as long as he keeps it to himself, but the moment it is divulged, it forces itself into the possession of everyone, and the receiver cannot dispossess himself of it. Its peculiar character, too, is that no one possesses the less, because every other possess the whole of it. He who receives an idea from me, receives instruction himself without lessening mine; as he who lites his taper at mine, receives light without darkening me. That ideas should freely spread from one to another over the globe, for the moral and mutual instruction of man, and improvement of his condition, seems to have been peculiarly and benevolently designed by nature, when she made them, like fire, expansible over all space, without lessening their density at any point, and like the air in which we breathe, move, and have our physical being, incapable of confinement, ...
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Montag, 28. Mai 2007

"Kreuzzug der neuen Atheisten"


Ah, auch bei den Nachzüglern ist das Thema angekommen: "Es ist, als würde nun auch die Aufklärung ihre Fundamentalisten hervorbringen. Mit Eifer und Zorn wird gegen alles zu Felde gezogen, was nur entfernt nach Unvernunft, Aberglaube, Weihrauch riecht. Ganz gleich ob Koranschüler, Kardinäle oder Eugen Drewermann. Plötzlich meint man wieder die antiklerikalen Schlachtrufe des 18. Jahrhunderts zu hören (...)" Alexander Smoltczyk: "Der Kreuzug der Gottlosen" S. 58; in: Ausgabe 22/2007 ("Gott ist an allem schuld!") Man müsste die Themen ergänzen, die die Boulevard-Presse wie der SPIEGEL permanent zur kollektiven Mahngesängen beistreut: die unsäglichen Gefahren der Astrologie, der rachdurstige semitische Wüstengott mit perversen Verstümmelungspraktiken, die paranoiden Entgleisungen von Geistheilern und Heilpraktikern, die demnächst stattfindende Übernahme Deutschlands durch wirkmächtige Kreationisten, die Waldorfschulen, die bald das gesamte Bildungswesen überschwemmt haben werden und nicht zuletzt die Bedrohungen unserer bewährten Landwirtschaft durch biodynamischen Scharlatanerie. Für Deutschland ...
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Freitag, 27. April 2007

Die heile Welt des Heidentums 1


Vergegenwärtigt man sich die von vielen Unterstützern des Heidentums gebrauchten Charakterisierungen heidnischer Kulturen, so fällt die Kontrastierung zur modernen westlichen Gesellschaft auf. Dabei spielen diverse Leiden und Gebrechen, die man der heutigen Zivilisation attestiert, eine große Rolle: Die moderne westliche Gesellschaft betreibt Raubbau an der Natur, sie führt zu Vereinsamung und Depression, zu brutalen Weltkriegen, Atombombe und schwermetallbelastetem Grundwasser. Die Natur gilt es zu beherrschen, das männliche Prinzip hat sich breitgemacht. Sexualität ist bis heute schuld- und schambesetzt. Egoismus und Gier kennzeichnen das Leben. Alles wird einem nüchternen, entzauberndem, versachlichendem, kaltem Blick unterworfen. Man hat sich von dem Kosmos und seinen Mitmenschen entfremdet. Da der übergreifende Sinn durch die Zersplitterung der Werte verloren ging, sind die Menschen ohne Halt. Nichts ist ihnen mehr heilig, das Spirituelle ist verloren gegangen und einem schlichten Materialismus und dem Fortschrittswahn gewichen. Das Heidentum ist dazu eine Gegenwelt, seine Existenz per se Kulturkritik. Hier zeigt sich ein Wissen, wie ...
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Donnerstag, 26. April 2007

Das Neuheidentum im Bildungsradio


Ich komme gerade von der Aufzeichnung einer Radiodiskussion für den SWR 2. Im Auftrag des Senders hatte der Radiojournalist Holger Gohla den Rabenclan, eine Interessenvertretung für neuheidnische Traditionen, in der ich unter anderem auch engagiert bin, für eine solche Diskussion angefragt. Anlaß war die empfundene zunehmende Verbreitung von mehr oder weniger neuheidnischen Feierlichkeiten zu Walpurgisnacht/Beltaine. Titel: "Hexensabbat und Germanenkult - Was fasziniert an heidnischen Traditionen?" Nach interner Besprechung und angesichts der Frage, wer zur Verfügung stand, kam die zuständige AG überein, daß ich das machen sollte. So wurde ich zum "Pressesprecher" des Vereins. Mitdiskutanten waren Dr. Matthias Pöhlmann von der Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen (also das, was mal früher "Kirchlicher Sektenbeauftragte" genannt wurde), und Bernhard Maier, Professor für Religionswissenschaft in Tübingen. Die Diskussion soll am 2. Mai im "SWR 2 Forum" um 17 Uhr ausgestrahlt werden. Ich war ziemlich aufgeregt und nervös. Ich war bis dato einmal, ein einziges Mal im Radio gewesen, allerdings nur in beruflicher ...
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Freitag, 30. März 2007

Wie sollen wir mit säkularen Fundamentalisten umgehen?


Eigentlich sollte an dieser Stelle ein zweiseitiger Artikel mit vielen Gemeinheiten und schön gedrechselten Sätzen stehen, als Antwort auf neuerlichen kindischen Quatsch, der auf der Website der AG Evolutionsbiologie zu meiner Person verkündet worden ist. (1) Offenkundig kann man von den "ganz vielen Fehlern in der öffentlichen Darstellung" (wie es ein Kommentator hier zusammenfasste) nicht lassen: Die gleichen albernen Vorwürfe, das gleiche Unvermögen mein Anliegen zu verstehen. Unterdessen bekommt es eine Frontfigur von denen nicht gebacken, sich ordentlich bei mir zu entschuldigen, so daß ich jetzt auch noch Nachhilfe in Benimmregeln geben muß. Letztendlich ist mir das zu blöd und deswegen habe ich es dann doch sein gelassen, auf so 'nen Quatsch ausführlich einzugehen. Paul Feyerabend wurde ja nicht müde zu betonen, daß Wissenschaftler sich von anderen Menschen vor allem dadurch unterscheiden, daß man ihnen eine Sache immer und immer wieder vorbeten muß, damit sie sie nachvollziehen können - möglichst noch in einfacher, kindlicher Sprache. Könnt ich jetzt machen, die Leser hätten vielleicht ...
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Samstag, 24. März 2007

LInks, Rechts, Ausländer


Manchmal lohnt es sich, Spiegel Online zu lesen. "Ich habe immer darauf hingewiesen, dass wir nicht nur den Rechtsextremismus, nicht nur den Ausländer-Extremismus, sondern auch den Linksextremismus..." Günth er Beckstein Interview 23.März 07 Wie doch so kleine Wörter immer wieder aufs Neue eine Mentalität demonstrieren können.
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Praxis der Aphrodisia

Spiegel

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