Axonas ist ein Zettelkasten, der Notizen, Exzerpte und Zitate aufbewahrt. Weder stellen die Notizen meine abschließenden Gedanken dar noch drücken die gesammelten Exzerpte und Zitate unbedingt meine Meinung aus.

Als öffentlich begehbarer Buchstabengarten ist dieser Zettelkasten zugleich Bestandteil eines Austauschs an Gedanken und Ideen, den ich mit einigen Menschen pflege. Er ist ein Hilfsmittel im Wechselspiel von Rede und Widerrede und den Nutzen und die Grenzen eines solchen Buchstabengartens hat Sokrates in Platons Phaedros treffend beschrieben.

Wissenschaft

Samstag, 14. Juli 2007

Where is the early education about marijuana?


US-amerikanisches Bildungssystem im Vergleich zum europaischen überschätzt: High School Absolventen sind mangelhaft auf College -Herausforderungen vorbereitet In The Know: Teenagers and Alcohol (Via)
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Freitag, 13. Juli 2007

Hermetik, nicht klassische Antike als Ausgangspunkt der Aufklärung?


Gerade eine Aufsatzsammlung von Frances Yates über Giordono Bruno und die Renaissancephilosophie zur Hand genommen, über deren zufällige Möglichkeit zum Erwerb ich vor einigen Wochen so erfreut war, daß mir der Preis nebensächlich schien: 18 EUR für das Wagenbach Heftchen, das nach Auskunft des Marburger Antiquars schwer erhältlich ist. (Ich weiß nicht, ob es stimmt.) Grund war auf der einen Seite der Wunsch, sich einfach noch einmal mit den ganzen Esoterikern und Okkultisten in der Kinderstube der europäischen Naturwissenschaft zu beschäftigen: Kopernikus, Bruno, Kepler, Galileo Galilei, Newton - für viele Naturwissenschaftler bis heute eine unbekannte Facette ihrer Geschichte, da sie spätestens seit der Hagiographie des 19. Jahrhundert alle als Betreiber reinster Wissenschaft im kollektiven naturwissenschaftlichen Gedächtnis hängengeblieben sind. (Wenn das Obskure sich partout nicht leugnen lies, dann haben sie nach unzweifelhafter Gewissheit dieses Gedächtnisses immerhin doch ein wissenschaftliches Werk hinterlassen, das von dem atavistischen Okkultismus - selbstverständlich gut evolutionistisch ...
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Mittwoch, 13. Juni 2007

Ni centre, ni maître


"Die dritte Auffassung ist die, wonach es über Wahrheit oder Rationalität außer den Beschreibungen der vertrauten Rechtfertigungsverfahren, die eine bestimmte Gesellschaft - die unsere - auf diesem oder jenem Forschungsgebiet verwendet, nichtszu sagen gibt. Es ist diese dritte, die ethnozentrische Auffassung, die der Pragmatist vertritt." Richard Rorty: "Solidarität oder Objektivität"; in: Richard Rorty: "Solidarität oder Objektivität. Drei philosophische Essays"; S.11-37; S.14 "Sorgen wir dafür, daß sich unsere philosophischen Erklärungen der Vernunft und der Wissenschaft aus unseren Bindungen an die Gepflogenheiten und Instititutionen der liberalen Demokratie ergeben." Richard Rorty: "Ist Naturwissenschaft eine natürliche Art"; in: Richard Rorty: "Eine Kultur ohne Zentrum. Vier philosophische Essays und ein Vorwort"; S.13-47; S.46 Auch wenn ich kein Liberaler bin: Wegen seines Vorrangs der Demokratie vor Philosophie, Wissenschaft, Religion mochte ich ihn.
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Mittwoch, 14. März 2007

Jamba-Wissenschaftler und seriöse Diskutanten auf Axonas


Vor einiger Wochen sagte mir ein Unterstützer des Intelligent Design, dass die AG Evolutionsbiologie des Verband der deutschen Biologen (VdBiol) ein Geschenk Gottes sei, wenn es darum geht, in der Öffentlichkeit für die Sache des "Intelligent Design" Verständnis und Sympathie zu erwecken. Ich weiß nicht, ob diese Einschätzung allzu optimistisch ist, aber ganz falsch scheint sie nicht zu sein. Im November 2006 hatte der kreationistische Wissenschaftler Dr. Reinhard Junker hier einen Gastbeitrag zu dem Thema veröffentlicht: "Sind Kreationismus und Intelligent Design „science stopper“?" in dem er darlegt, warum man diese Frage negativ beantworten sollte. Daraufhin hatte der Geschäftsführer der AG Evolutionsbiologie Martin Neukamm im Januar mit einer Replik reagiert. Heute morgen nun hat Reinhard Junker hier eine ausführliche Stellungnahme zu dieser Replik in den Kommentaren gepostet, die er zeitgleich auch auf einer eigenen Website veröffentlicht hat. Im Kontrast zu Martin Neukamm, der zwar dreist die Kommentarfunktion meines Weblogs benutzte, um einen Link auf seine Replik zu hinterlassen, aber zu feige war, auf seiner ...
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Samstag, 24. Februar 2007

Wissenschaft, Evolutionstheorie, Gebürtlichkeit, Heidentum


In der Diskussion zu der Frage, mit welchen seltsam überspannten und auch hampeligen Methoden ein paar aufgeheizte Wissenschaftsfunktionäre die Evolutionstheorie vor den Kreationisten verteidigen (1), ist die Frage aufgetaucht, ob heidnische Traditionen aufgrund der in ihnen tradierten Mythen eine besondere Nähe zum Kreationismus aufweisen würden. Wenn die Behauptung irgendwie Pfeffer haben soll, muss sie universalistisch auf alle oder zumindest die Mehrzahl der heidnischen Kulturen zielen. Selbst wenn man den wichtigen Umstand außen vor läßt, daß für heidnische Traditionen Mythen bei weitem nicht jenen autoritativen Charakter aufweisen, die die Geschichten der hebräischen und griechischen Bibel für die Schriftreligionen haben, kann man schnell zeigen, daß sie falsch ist. Als Gegenbeispiel wählte ich - trotz der unweigerlich präsenten prometheischen Schöpfungstat - das griechische Heidentum aus, zu dem beispielsweise Bruno Snell feststellte: "Die griechische Gottheit kann (...) nichts aus dem Nichts erschaffen - es gibt darum auch keine Schöpfungsgeschichte bei den Griechen -, sie kann nur erfinden ...
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Dienstag, 30. Januar 2007

Wenn Inquisitoren sich nicht mehr auskennen


Also, man muss einige Leute nur lange genug reizen, dann bekommt man doch so ein paar tiefsitzende Reflexe herausgekitzelt. Vor einigen Tagen hatte ja die antikreationistische "AG Evolutionsbiologie" des deutschen Biologen-Verbands (VdBiol) eine Replik auf einen hier geposteten kreationistischen Gastbeitrag veröffentlicht und in einer dazugehörigen Randbemerkung dieses Weblog als "antievolutionistische Homepage" bezeichnet. Zuerst konnte ich das gar nicht glauben, daß ausgerechnet ein wissenschaftliches Gremium auf so etwas verfiel. Bei meiner über Monate mit Beharrlichkeit gelegten, aber doch recht simplen Leimspur rechnete ich zwar schon damit, daß irgendwann jemand mich als Kreationisten, Evolutionsgegner oder ähnliches beschimpfen würde. Irgendwelche Trottel und Trolle halt, mit denen man so im Blogalltag rechnet. Aber ausgerechnet besagte "AG Evolutionsbiologie"? Nee, das wäre ja der allzu offensichtliche Beleg für meinen giftig vorgetragenen Verdacht, daß wir es bei manchen Verteidigungen der Evolutionsbiologie wohl mit einem naturwissenschaftlichen Derivat der McCarthy-Ära zu tun haben. Nun fand sich diese Bemerkung ...
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Dienstag, 23. Januar 2007

Ich blieb so gerne Antievolutionist


Shit, beinahe hätte es geklappt. Da veröffentliche ich also auf "Axonas - ein Versuch" den Gastbeitrag eines kreationistischen Wissenschaftlers, aufgrund dessen sich der Geschäftsführer der AG Evolutionsbiologie des Verbands deutscher Biologen - VdBiol genötigt fühlt, eine ausführliche Erwiderung in Netz zu stellen. (Selbst wenn sie auch mildere Geister in ihren Reihen zählen mag, so kann man doch sagen, daß besagte AG der Öffentlichkeit als äusserst umtriebige und einflussreiche Front-Organisation aktiver Anti-Kreationisten bekannt ist.) Und prompt wird dieses Weblog im Newsticker der Homepage der AG Evolutionsbiologie als "antievolutionistische Homepage" bezeichnet: Diskussionsbe itrag: Das Methodeninventar in der Ursprungsforschung. Was spricht für Intelligent Design? Der Kreationist Reinhard Junker hat für eine antievolutionistische Homepage einen Gastbeitrag verfasst, der sich mit der Wissenschaftlichkeit des Kreationismus und der "Intelligent-Design-Theori e" auseinandersetzt. Darin wird der Versuch unternommen, Wissenschaft so zu definieren, als sei der Verweis auf transnaturale und teleologische Wirkfaktoren ...
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Mittwoch, 29. November 2006

Lasst uns doch von den Biologen die Unis säubern: jetzt kommen die Anthros dran


Es ist ja eine sehr seltsame Angelegenheit, wenn ausgerechnet Leute wie ich sich für Toleranz gegenüber Kreationismus und Intelligent Design einsetzen müssen*. Das Gefühl des Alleinseins wird nur wenig gedämpft, wenn man weiß, daß Publizisten wie Rüdiger Sünner sich ähnlich fühlen müssen. Man könnte ja jetzt die Frage stellen, warum eigentlich nicht viel mehr Christen in dieser Frage für Toleranz plädieren, wir haben ja schließlich genug davon. Ich glaube die Antwort ist simpel: Christen glauben wie die ideologisierten Anti-Kreationisten an die großgeschriebene WAHRHEIT - auch im Wissenschafts- und Schulbetrieb. Sie haben diese Wahrheit bereits gefunden, die WAHRHEIT ruft sich jetzt eben "Evolutionstheorie", die Welt ist in Ordnung, keine Verwirrung, keine Verirrung. Denn sonst, das ahnen diese Christen ganz genau, blühen uns irgendwann tatsächlich noch Astrologen an den Unis oder noch schlimmer vielleicht: Anthroposophen. Damit sind wir bei Stichwort: Ähnlich merkwürdig wie der Umstand, daß eine absurde Hetze mich zur Kreationisten-Verteidigung nötigt, sind Entwicklungen, ...
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Montag, 13. November 2006

Dann kann ja jeder kommen.


"Müssen wir künftig also damit rechnen, dass das hessische Kultusministerium zum Beispiel die Infragestellung der Astronomie durch die Astrologen, die Infragestellung der Avogadro-Zahl in der Chemie durch die Homöopathen oder die Infragestellung der Geophysik durch Wünschelrutengänger für zulässig erachtet?" Ja, liebe Verbandsbiologen, so etwas wird es wahrscheinlich in ein paar Jahrzehnten geben. Euer Fracksausen scheint mir berechtigt, denn Euer aktueller Lieblingsgegner ist keine versprengte Gruppe an Praktikern und Esoteriker, die nur kläglich wenig Fürsprecher haben und etwas hilflos auf den schlichten praktischen Erfolg ihrer Ansätze und die Akzeptanz in der Bevölkerung verweisen. Sondern er ist eine Bewegung, die anders wie die oben genannten Spinner einen gewissen Rückhalt in einigen Lebensmilieus hat, ein ganz anderes Renommee besitzt und auf eine ganz andere Autorität in der europäischen Geistesgeschichte setzen kann. Und darüberhinaus haben die christlichen Spinner auch ganz andere finanzielle Mittel, um jenseits des Staats oder der Industrie ihre Forschung zu finanzieren. Monopole kommen und gehen. ...
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Donnerstag, 9. November 2006

Sind Kreationismus und Intelligent Design „science stopper“?


Wie gestern angekündigt: Ein Gastbeitrag von Reinhard Junker, Studiengemeinschaft Wort und Wissen (Kontakt hier) Wissenschaftsfeindlichke it von ID und Kreationismus? Gegen den „Kreationismus“ und den „Intelligent Design“-Ansatz (ID) (1) wird häufig der Vorwurf erhoben, diese Denkrichtungen würden Wissenschaft blockieren, weil bei offenen Fragen auf einen Designer verwiesen würde, anstatt weiter zu forschen. Wer Schöpfung mit Wissenschaft verbinde, wolle darüber hinaus gesichertes Wissen durch unsicheren Glauben ersetzen. Das aber könne sich die moderne Gesellschaft nicht leisten, denn sie beruhe auf den Ergebnissen der Wissenschaft. Dies gipfelt in der Behauptung, Kreationisten und ID-Befürworter seien wissenschafts- und demokratiefeindlich.(2) D ieser sehr schwerwiegende Vorwurf ist indessen eine Konstruktion auf der Basis einer falschen Voraussetzung. Diese falsche Voraussetzung besteht gerade in der eingangs zitierten Behauptung, Anhänger der Schöpfungslehre oder ID-Befürworter würden es ablehnen, bei offenen Fragen weiterzuforschen. Dies ist eine Unterstellung, für die keinerlei Belege ...
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